Jugend vor dem Abgrund: Nikotin, Alkohol, Suizid
Eine neue europaweite Studie rückt Österreichs Jugend in ein Besorgnis erregendes Licht: Nirgendwo sonst rauchen so viele 15-Jährige, 23 Prozent der 15-Jährigen trinken regelmäßig Alkohol. Außerdem gebe es bei 15- bis 19-Jährigen im Land eine "extrem hohe Selbstmordrate", wird jetzt gewarnt.

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Obwohl Österreich deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche ausgibt als die meisten anderen OECD-Länder und damit zu einer vergleichsweise guten finanziellen Ausstattung von Familien und Kindern beiträgt, ist es laut einem aktuellen Bericht der "Liga für Kinder- und Jugendgesundheit" um die psychische und physische Gesundheit äußerst schlecht bestellt. Überdurchschnittlich hoch ist hierzulande im Europa-Vergleich sowohl Alkohol- und Nikotinkonsum als auch die Selbstmordgefahr.
Rund 23 Prozent der 13- bis 15-Jährigen geben zu, dass sie schon mindestens zweimal betrunken waren, im OECD-Mittel sind es dagegen nur knapp 20 Prozent. Auch beim Rauchen sind die Österreicher Früheinsteiger: Der Anteil der regelmäßigen Raucher unter den 15-Jährigen liegt mit 27 Prozent um mehr als ein Drittel über dem Europa-Schnitt.
Jugendliche in Österreich relativ sind zudem vergleichsweise stark selbstmordgefährdet: Die Alpenrepublik weist nach Neuseeland, Finnland, Norwegen, Kanada und Irland die höchste Selbstmordrate unter den 15- bis 19-Jährigen auf, kam die aktuelle Studie zum Schluss.
Features
Liga
Die "Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit" ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Organisation und widmet sich fächerübergreifend an alle im Feld der Kinder- und Jugendgesundheit tätigen Personen, Fachgesellschaften und Berufsverbändbzw. Institutionen. Sie wurde 2007 gegründet. Der aktuelle (1.) Bericht zur Lage der Kinder- und Jugendgesundheit wurde Ende Jänner präsentiert.












