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Zuletzt aktualisiert: 29.01.2010 um 05:50 UhrKommentare

Noch 800 Touristen sitzen nahe Inka-Stadt fest

Rund 1.400 Menschen seien am Donnerstag über eine Landbrücke in Sicherheit gebracht worden. Insgesamt gab es bereits 93 Rettungsflüge.

Foto © APA

In der Nähe der alten Inka-Stadt Machu Picchu in Peru sitzen nach heftigen Unwettern noch immer etwa 800 Touristen fest. Rund 1.400 Menschen seien am Donnerstag über eine Luftbrücke gerettet worden, teilte der lokale Tourismusminister Martin Perez mit. Durch das vorteilhafte Wetter habe es insgesamt 93 Rettungsflüge gegeben. Unter den Urlaubern befanden sich auch Österreicher.

Mit der Rettung der verbliebenen 800 festsitzenden Urlauber werde am Freitagmorgen fortgefahren, "wenn das Wetter auf unserer Seite ist", sagte Perez. Der peruanische Außenminister Jose Antonio Garcia Belaunde sagte, die Rettungsmaßnahmen würden bis Samstag abgeschlossen sein, sollten sich die Wetterbedingungen nicht verschlechtern.

Unter den Urlaubern befanden sich auch Österreicher. Zu einer weiblichen Person, die sich im Evakuierungsgebiet befinde, habe man Kontakt, hieß es beim österreichischen Außenamt in Wien. Es gebe Hinweise, das weitere Österreicher betroffen sind, diesen gehe man nach. Allerdings verzeichnete man weder beim Bürgerservice im Außenministerium noch bei der zuständigen Botschaft in Peru Anrufe besorgter Angehöriger.

Die 31-jährige Burgenländerin Heike E., die sich mit ihrem Freund auf dem Weg nach Machu Picchu befand, schilderte der APA, dass es in der Region Cusco immer wieder zu Stromausfällen kommt und die Wasserversorgung teilweise zusammenbricht.

Viele Urlauber klagten über stark gestiegene Hotel- und Lebensmittelpreise im nahe gelegenen Aguas Calientes. "Hotels haben die Preise zum Teil verdreifacht, in Supermärkten sind sie viermal so hoch. Aus Bankomaten kommt kein Geld und Kreditkarten werden nicht akzeptiert", erzählte die Burgenländerin.

Unmut mache sich auch unter den Einheimischen breit, weil ausländische Touristen bevorzugt zurückgeholt würden. Insgesamt stehen zehn Hubschrauber der Luftwaffe, der Polizei und eines privaten argentinischen Erdölunternehmens für die Evakuierung zur Verfügung.

Quelle: APA

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