Finanzzuckerl nicht nur für Ex-Abteilungsleiter
Die Debatte über einen Beratervertrag für Hugo Tschernutter rückte als Nebeneffekt "Quasi-Abfertigung" für Landesbeamte ins Scheinwerferlicht.

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Stünde den Kärntner Landesbediensteten nicht gerade eine Null-Lohnrunde ins Haus, hätten die finanziellen Modalitäten beim Abschied des langjährigen Chefs der Krankenanstaltenabteilung, Hugo Tschernutter, wohl kaum so viel Staub aufgewirbelt. Wie vergangenen Samstag berichtet, wurde Tschernutter der Abschied nicht nur mit sechs Monatsgehältern versüßt, Finanzreferent Harald Dobernig (FPK) verpflichtete ihn gleich auch als Berater in Spitalsangelegenheiten weiter - um wohlfeile 3580 Euro pro Monat.
Dobernig ist felsenfest davon überzeugt, dass Tschernutter als Berater einer Arbeitsgruppe in der Landesspitäler-Holding Kabeg jeden Cent davon wert sei. So kurz vor Inbetriebnahme des LKH Klagenfurt neu könne man auf sein Fachwissen nicht verzichten, außerdem habe die Spitalsabteilung noch keinen neuen Leiter. Man müsse, so Dobernig, bedenken, dass jede falsche Entscheidung in der Kabeg das Hundertfache der Kosten Tschernutters ausmachen könne.
"Leistungsprämie"
Doch fast noch mehr erregt außerhalb des Landesdienstes die Gemüter, wie ein Beamter mit sechs Gehältern im Rucksack in die Pension marschieren kann, da es ja keine Abfertigungen gibt. Das Rätsel ist relativ leicht zu lösen. Vier Gehälter entfallen auf die "Jubiläumszuwendung" für 40 Dienstjahre. Die restlichen beiden Gehälter sind eine "Einmalige Entschädigung" (Basis: 35 Dienstjahre), die Landesbeamten gewährt werden kann, wenn "dienstliche Leistungen und Verwendungserfolg dies geboten erscheinen lassen" (Paragraph 165 a, Kärntner Dienstrechtsgesetz. Dabei handelt es sich um eine Kann-Bestimmung, laut dem interimistischen Landesamtsdirektor Dieter Platzer wird sie de facto aber generell ausbezahlt. Platzer sprach daher selbst von einer "Quasi-Abfertigung".











