Maryland für Abschaffung der Todesstrafe

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Als 18. Bundesstaat der USA könnte Maryland schon in wenigen Tagen die Todesstrafe abschaffen. Ein entsprechender Gesetzentwurf von Gouverneur Martin O'Malley passierte den Senat des Bundesstaats. Wenn wie erwartet auch das Repräsentantenhaus zustimmt, tritt das Verbot in Kraft. Dort verfügen die Demokraten, die den Gesetzentwurf befürworten, über eine komfortable Mehrheit.
"Bekämpfen wir das Verbrechen mit Strategien, die funktionieren, und stoppen wir diese teuren, ineffizienten und ungerechten Praktiken" der Todesstrafe, forderte der demokratische Gouverneur nach der Abstimmung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. In dem Küstenstaat ist die Todesstrafe seit 1638 in Kraft, als Maryland noch britische Kolonie war.
Nach Angaben des Death Penalty Information Center hat Maryland die Todesstrafe seit 2005 nicht mehr vollstreckt. Fünf Häftlinge in dem Bundesstaat im Osten der USA sind zum Tode verurteilt. Bereits 2009 hatte O'Malley eine Initiative zur Abschaffung der Todesstrafe gestartet, die damals aber nicht in ein Gesetz mündete. Im vergangenen Jahr hatte Connecticut als 17. US-Staat die Todesstrafe abgeschafft.
In Ohio wurde unterdessen ein wegen Mordes und Mordversuchs im Jahr 1994 zu Tode verurteilter Häftling mit einer Giftspritze hingerichtet. Der 48-jährige Frederick Treesh saß 14 Jahre lang im Todestrakt und hatte zuletzt sämtliche Gnadengesuche erschöpft. Er hatte Reue gezeugt und erklärt, die Taten im Drogenrausch verübt zu haben. Treesh ist der vierte Todeskandidat, der seit Jahresbeginn in den USA exekutiert wurde.











