Neue Vorwürfe gegen kasachischen Ex-Botschafter

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Neue Vorwürfe gegen den ehemaligen Botschafter Kasachstans in Österreich, Rakhat Alijew, haben der Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky und die Eltern einer früheren Geliebten des 47-Jährigen erhoben. Alijew habe die junge Frau in der libanesischen Hauptstadt Beirut einer "monatelangen Folter" unterzogen und "zumindest in den Tod getrieben", so Lansky. Für Alijew gilt die Unschuldsvermutung.
Alijew stehe "in massivem Verdacht, psychopathologisch gemordet zu haben", behauptete Lansky. Zum Motiv meinte der Anwalt, die Geliebte des verheirateten Alijew sei schwanger geworden, weshalb sie der Ex-Botschafter vorerst von Wien zu seiner Schwester nach Beirut bringen ließ.
Als sie dort mit einem Internetcafe-Betreiber ein intimes Verhältnis einging, habe Alijew beschlossen, sich dafür zu rächen, führte Lanksy aus. Wie der Anwalt unter Berufung auf angebliche Beweismittel konkretisierten, habe Alijew im Libanon ein "Folterzimmer" einrichten lassen und die junge Frau Anfang 2004 gemeinsam mit seinem Leibwächter zunächst persönlich gemartert. Der Frau sei auch das mittlerweile geborene Kind weggenommen worden.
Monatelang sei die Frau im weiteren Verlauf von Mitarbeitern Alijews in der Beiruter Wohnung festgehalten und "total physisch vernichtet worden", so Lansky. Am 18. Juni 2004 entdeckte man dann vor dem Gebäude die auf Stahlbetonträgern aufgespießte Leiche der Frau: Ob sie vom Balkon gestoßen wurde oder in selbstmördersicher Abstand sprang, ist unklar.
Alijew soll laut Lansky mittlerweile einen anderen Namen führen und, seit kurzem verheiratet, als Rakhat Shoraz in Wien-Hietzing leben. Die Staatsanwaltschaft Wien führt seit August 2009 gegen ihn ein Verfahren, weil er hinter der Entführung zweier kasachischer Bankmanager stecken soll.













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