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Zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 um 19:38 UhrKommentare

Neue Vorwürfe gegen Saualm-Heim

Neue Betreiberin der Asylwerber-Unterkunft auf der Saualm erhält 1000 Euro pro Tag für 40 Asylwerber - unabhängig davon, wie viele es wirklich da oben aushalten.

Foto © APA/Eggenberger (Archivbild)

"Grünen"-Sprecher Rolf Holub äußert einmal mehr scharfe Kritik an dem umstrittenen Heim auf der Saualm: "Mit dem Geld, das dort vergeudet wird, könnte man viele Asylwerber unterbringen - und zwar menschenwürdig und menschenrechtskonform." Mithilfe des Heimes täusche Flüchtlingsreferent Gernot Steiner vor, er könne die "angeblich grob-gefährlichen Ausländer am Berg festhalten". Außerdem drohe er ihnen mit dem Verlust der Grundversorgung, sollten sie nicht folgen. Das aber dürfe er ohne entsprechenden Bescheid gar nicht, so Holub. Ein weiterer Kritikpunkt sind die hohen Kosten für das Heim, "wo doch die Betroffenen in Wohngemeinschaften günstiger und weniger unglücklich untergebracht wären". Die Geldverschwendung zeige sich auch daran, dass pauschal 1000 Euro pro Tag für 25 Heimbewohner bezahlt werden, obwohl weniger - vor zwei Wochen waren es nur sechs - Personen im Heim gewesen seien.

Flüchtlingsreferent Steiner reagiert auf die Vorwürfe so ungerührt wie bei allen vorangegangenen Konflikten: "Die Saualm ist für 40 Personen kommissioniert, 47 Menschen wurden zugewiesen, aber es gibt immer welche, die nicht ankommen oder sich vertschüssen."

"Shuttlebus für Touristen"

Die Betreiberin müsse in der Lage sein, die zugewiesenen Personen im Bedarfsfall verköstigen zu können, "denn die könnten ja jederzeit auftauchen und ihr Recht auf Vollpension in Anspruch nehmen." Im Moment leben nur 17 Asylwerber im Heim auf der Saualm, wie die tägliche Abrechnung der Quartiergeberin gezeigt hat.

Der Betreuungssatz für Erwachsene beträgt 17 Euro pro Tag. Die 40 Euro für die Saualm-Bewohner sind Folge ihres erhöhten Betreuungsbedarfs. Steiner zufolge gibt es jetzt auch einen "Shuttlebus für Touristen", wie er Asylwerber nennt, die ohne speziellen Grund wie Arzt- oder Behördenbesuch in die Stadt wollen. "Da können sie sich auch gern von Aspis betreuen lassen."

JOCHEN BENDELE

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