Spanische Hofreitschule braucht Geld für Gestüt

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Das Lipizzaner-Bundesgestüt im weststeirischen Piber kommt langfristig wirtschaftlich in Bedrängnis: Die Spanische Hofreitschule ist in den roten Zahlen und sucht nun offenbar beim Land Steiermark nach finanziellen Mitteln. Generaldirektorin Gürtler braucht 520.000 Euro Förderung. Landesrat Seitinger (ÖVP) erklärte jedoch, dass das angesichts prekären Finanzlage der Steiermark nicht möglich sei.
Seitinger bestätigte der APA am Sonntag einen Bericht der "Kleinen Zeitung", wonach Gürtler vor Weihnachten in einem Brief an das Land herangetreten sei und um Unterstützung gebeten habe, da der Standort Piber ansonsten bei der momentanen Finanzierung in fünf Jahren nicht mehr zu erhalten sei.
Der Brief an das Land Steiermark sei lediglich eine wirtschaftliche Prognose gewesen, meinte Gürtler am Sonntag. Sie habe damit lediglich klar machen wollen, dass Handlungsbedarf bestehe. Es sei jedenfalls kein Ultimatum gewesen. Gegenüber der APA sprach die Generaldirektorin sich für den Erhalt des Standortes aus: "Wir brauchen Piber und darum steht das Gestüt in der Weststeiermark nicht zur Diskussion."
Die Generaldirektorin erläuterte, in dem in dem Brief an das Land vier für die Hofreitschule denkbare Varianten vorgeschlagen zu haben: Die erste wäre eine Reduktion der Pferde von 270 auf die Hälfte, doch das scheide aus, da sonst Inzucht betrieben werden müsse. Die dritte Variante wäre das Gestüt in ein anderes Bundesland zu verlegen.
Landesrat Seitinger winkte in der "Kleinen Zeitung" jedoch ab und meinte: "Ich verstehe, dass Frau Gürtler von oben unter Druck steht. Aber der Bund ist Eigentümer der Hofreitschule und des Gestüts Piber und kann sich aus der Verantwortung nicht schleichen. Wie kommen wir denn als Land dazu, ein Kulturgut des Bundes mitzufinanzieren?"











