Albanien vor Unwetterkatastrophe

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Eine ungewöhnlich frühe Schneeschmelze sorgt in den ohnehin überfluteten Gebieten in Nordalbanien für zusätzliche Probleme. Rettungsmannschaften hatten bis Donnerstag 527 Familien aus dem Bezirk um die Stadt Shkodra aus ihren überschwemmten Häusern gerettet. Mindestens 3.000 weitere Menschen müssten noch in Sicherheit gebracht werden, berichteten die Behörden.
Nach den tagelangen heftigen Regenfällen stehe das Land vor einer Katastrophe, hatte Regierungschef Sali Berisha am Mittwoch die Lage nach einer Sondersitzung seines Kabinetts beschrieben: "Das ist eine echte Notlage, eine mögliche Katastrophe." Die Armee des Landes werde bei den Rettungsmaßnahmen eingesetzt, kündigte Berisha an.
Fast der gesamte Nordwesten Albaniens steht rund 40 Zentimeter unter Wasser. Tausende Hektar Ackerfläche sind überschwemmt. Die Behörden hatten die Talsperre Fierza zwischen Albanien und dem Kosovo geöffnet und so für zusätzliche Wassermassen gesorgt. Mit der Öffnung der Schleusen des vom Drin-Fluss gespeisten 70 Kilometer langen, übervollen Stausees sollte der Zusammenbruch der Stromerzeugung verhindert werden. Auch drei weitere benachbarte kleinere Talsperren wurden geöffnet. Allein dadurch seien sieben Dörfer zusätzlich überflutet worden.











