Wirbel um slowakischen Flugsicherheitstest
Wirbel um einen Sicherheitstest der slowakischen Behörden: Ahnungslose Passagiere reisten mit Sprengstoff im Gepäck quer durch Europa. Luftverkehrsexperten kritisieren das Vorgehen als unverantwortlich.

Foto © APA
Ein ungewöhnlicher Test der Sicherheitsmaßnahmen auf einem slowakischen Flughafen hat international für Wirbel gesorgt. Slowakische Beamte schmuggelten am Wochenende Sprengstoff in das aufgegebene Gepäck von neun ahnungslosen Passagieren eines Fluges nach Irland. Acht dieser Päckchen wurden am Flughafen Poprad-Tatry entdeckt, ein neuntes mit 90 Gramm explosivem Material gelangte jedoch bis nach Dublin.
Wenngleich der Test neue Unzulänglichkeiten im Flugverkehr offenbart hat, zeigten sich die irischen Behörden und internationale Luftverkehrsexperten entsetzt über das Vorgehen der slowakischen Behörden. Es sei dumm und unverantwortlich, echten Sprengstoff im Gepäck ahnungsloser Passagiere zu verstecken, kritisierten sie. Der Luftverkehrsexperte Chris Yates forderte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP in London personelle Konsequenzen. Er sei schlichtweg fassungslos, wie dieser Sicherheitstest angelegt worden sei, sagte Yates.
Die slowakische Regierung räumte am Mittwoch ein, der Test sei unprofessionell durchgeführt worden. Die irischen Behörden warfen den slowakischen Stellen auch vor, sie zu spät informiert zu haben. Das Gepäck von ankommenden Passagieren wird in Dublin nicht kontrolliert, wie die Flughafenbehörde bestätigte. Der 49-jährige Slowake, dem das explosive Paket zugesteckt worden war, fand dieses zunächst auch gar nicht.
Am Dienstag führten irische Beamte nach einem slowakischen Hinweis jedoch eine Razzia durch und nahmen den Mann fest. Erst dann wurde von slowakischer Seite klargestellt, dass es sich nur um einen Test gehandelt hatte, wie der irische Justizminister Dermot Ahern am Dienstag bestätigte.












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