Strenge Auflagen: Rückgang bei Genehmigungen für Waffenpass
Rund 6000 Waffenpass-Inhaber in Kärnten, seit 1967 Waffenregistrierung eingeführt wurde. Neue Ansuchen vor allem von Sicherheitspersonal.

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Wie viele Waffenpass-Inhaber gibt es in Kärnten, wer sucht um dieses waffenrechtliche Dokument an? Diese Frage wirft jener Vorfall in Wien auf, wo ein Trafikant einen bewaffneten Räuber erschossen hat.
"Geschäftsleute suchen bei uns selten um einen Waffenpass an. Die Hauptantragsteller sind Mitarbeiter von Sicherheitsunternehmen, die Personen- oder Objektschutz durchführen", sagt Markus Plazer, Leiter der Sicherheits- und Kriminalpolizeilichen Abteilung bei der Polizei Villach. "Wir stellen pro Jahr im Schnitt 50 waffenrechtliche Dokumente aus, davon sind vier Fünftel Waffenbesitzkarten - vor allem für Sportschützen oder für den Schutz im Eigenheim - und ein Fünftel Waffenpässe." Bei letzteren müssten konkrete Gefährdungsmomente vorliegen.
"Das Waffengesetz ist seit der Novelle mit 1. 7. 1997 sehr rigoros", bestätigt der stellvertretende Leiter des Waffenreferats bei der Polizei Klagenfurt, Herbert Rosenzopf. "Österreich will keine Zustände wie in den USA, wo Bürger Selbstjustiz üben." Neben Grundvoraussetzungen - wie EWR-Bürger, Unbescholtenheit, Verlässlichkeit, vollendetes 21. Lebensjahr - gilt für den Erhalt eines waffenrechtlichen Dokuments Folgendes: "Der Antragsteller muss eine Rechtfertigung abgeben, ein psychologisches Gutachten erbringen und mittels Waffenführerschein den Umgang mit Waffen nachweisen können." (Es gibt Ausnahmen, z. B. Jäger).
Diese Hürden führen kärntenweit zu einem Rückgang von Waffenpass-Ausstellungen. Seit im Jahr 1967 begonnen wurde, Waffenbesitz zu registrieren, gibt es mit Stichtag 1. 1. 2009 in Kärnten 6060 Waffenpässe (5919 Männer und 141 Frauen), 9448 Waffenbesitzkarten (8596 bzw. 852), 2424 EU-Feuerwaffenpässe (2339 bzw. 85).










