Silvesterknallerei stresst Hund und Co.
Böller, Raketen, Wunderkerzen - was für viele Menschen zu einem lustigen Jahreswechsel gehört, versetzt Tiere in Angst und Schrecken.

Foto © APAFür Haustierbesitzer wie die Tiere selbst gilt: die Ruhe bewahren
Haustiere können auf die Silvesterknallerei sogar mit körperlichen Symptomen wie Durchfall reagieren, hieß es seitens des Tierschutzvereins "Vier Pfoten" am Montag. Sie sollten deshalb diese besondere Nacht gemeinsam mit ihrem Besitzer in geschlossenen Räumen verbringen.
In der Silvesternacht sollten weder Hunde noch Katzen unbeaufsichtigt nach draußen gelassen werden: "Kleintiere, Katzen oder Vögel überstehen den Jahreswechsel am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden", riet "Vier Pfoten"-Geschäftsführerin Johanna Stadler in einer Aussendung. Auch Hunde sollten sich nicht im Freien aufhalten: Die Knallerei sei eine zu große Belastung, der Schwefeldampf der Knallkörper könnte die Schleimhäute reizen.
Ruhe bewahren
Auf keinen Fall sollten Tiere die Silvesternacht allein verbringen, sondern bei ihren Besitzern sein dürfen. Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet und damit in ihrer Unsicherheit noch bestärkt werden: Ruhig und gelassen bleiben, das furchtsame Verhalten weitgehend ignorieren und so die notwendige Sicherheit ausstrahlen, riet Stadler.
Um seinen Liebling abzulenken, könnte auch leise, beruhigende Musik helfen, hieß es in einer Aussendung von "Tier plus". Haustieren mit schweren Angstzuständen könnten Beruhigungsmittel und angstlösende Medikamente helfen, wobei diese nur nach fachlicher Abklärung eingesetzt werden sollten. Im Bedarfsfall sollte bereits im Vorfeld der Silvesternacht ein individueller Maßnahmenkatalog mit einem Tierarzt entwickelt werden.
Die Silvesterknallerei belastet aber auch Tiere in Wald und Flur: Daher sollten Feuerwerke an Waldrändern, -lichtungen oder in Parkanlagen absolut tabu sein, betonte Stadler.











