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Zuletzt aktualisiert: 27.12.2009 um 08:14 UhrKommentare

Anklage nach versuchtem Flugzeug-Anschlag erhoben

Foto © APA

Einen Tag nach dem fehlgeschlagenen Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug hat ein US-Richter offiziell Anklage gegen den mutmaßlichen Attentäter erhoben. Der Nigerianer habe versucht, eine Maschine beim Landeanflug auf Detroit zu zerstören und habe zu diesem Zweck hochexplosiven Sprengstoff an Bord gebracht, sagte der Richter bei einer 20-minütigen Anhörung des Verdächtigen.

Umar Farouk Abdulmutallab erlitt bei seinem gescheiterten Attentats-Versuch Brandverletzungen und wurde in einem Krankenhaus in Michigan behandelt. Der US-Kongress plant noch im Jänner Anhörungen zu dem Vorfall. Dabei soll es vor allem um die Fragen gehen, wie es dem 23-Jährigen gelingen konnte, Sprengstoff an Bord der Maschine zu schmuggeln und warum er ein US-Visum erhalten hatte.

Nach Angaben der Justizbehörden hatte der Mann den Sprengstoff Nitropenta (PETN) an seinem Bein befestigt. Dieses wollte er anzünden. Das auch militärisch genutzte Mittel ist schon bei geringer Menge besonders explosiv. Das Attentat misslang aber, seine Hose sowie die Flugzeugwand fing Feuer. Der Mann wurde von anderen Passagieren überwältigt. Die aus Nigeria über Amsterdam kommende Maschine der Delta Airlines mit 289 Menschen an Bord konnte nach dem Zwischenfall sicher in Detroit landen.

Der Sender NBC meldete, der verhinderte mutmaßliche Flugzeugattentäter habe behauptet, den Anschlag ohne Hintermänner geplant zu haben. Nach US-Fernsehberichten soll der Nigerianer an einer Universität in London Ingenieurswissenschaften studiert haben. Sein Name war vor etwa vier Wochen wegen möglicher Verbindungen zu Al Kaida und zum Jemen in US-Geheimdienstberichten aufgetaucht. Der 23-Jährige stand aber nicht unter besonderer Beobachtung oder verschärfter Sicherheitsauflagen.

Die US-Regierung reagierte mit einer sofortigen Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen sowohl für Inlands- als auch für internationale Flüge auf den Vorfall. Fluggesellschaften planen weltweit strengere Kontrollen.

Quelle: APA

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