2008 waren 12,4 Prozent der Österreicher armutsgefährdet
Allein sechs Prozent davon lebten in manifester Armut, d.h. sie können sich etwa nicht leisten, bei Bedarf neue Kleidung zu kaufen, die Wohnung warm zu halten oder eine dringende medizinische Behandlung zu bezahlen.

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Im Jahr 2008 sind in Österreich 12,4 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet gewesen. Die Schwelle für Alleinlebende lag bei einem verfügbaren Einkommen von 951 Euro pro Monat, für jeden weiteren Erwachsenen im Haushalt erhöht sich diese um 475 Euro, für jedes Kind um 285 Euro. Diese Zahlen publizierte die Statistik Austria am Mittwoch. Sie basieren auf der europaweiten Statistik zu Einkommen, Armut und Lebensbedingungen von EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions).
Insgesamt waren im Vorjahr 12,4 Prozent oder 1.018.000 Österreicher armutsgefährdet. Rund 492.000 Menschen (sechs Prozent der Bevölkerung) davon lebten in manifester Armut. Das bedeutet, sie können sich etwa nicht leisten, bei Bedarf neue Kleidung zu kaufen, die Wohnung warm zu halten oder eine dringende medizinische Behandlung zu bezahlen. Manifeste Armut trifft häufig Haushalte mit Alleinverdiener. Überdurchschnittlich oft betroffen sind auch alleinlebende Pensionistinnen, alleinlebende Frauen ohne Pensionsbezug und alleinlebende Männer. Das höchste Armutsrisiko besteht für Personen aus dem Nicht-EU-Ausland (30 Prozent) und auch bereits Eingebürgerte aus Drittstaaten sind mit einer Armutsgefährdungsquote von 21 Prozent deutlich über dem Bevölkerungsschnitt.
Im Durchschnitt der EU27 sind laut Angaben von Eurostat 17 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. In Deutschland sind es beispielsweise 15 Prozent, in Bulgarien 21 Prozent und in Tschechien 9 Prozent. Die Europäische Kommission hat das Jahr 2010 als Schwerpunktjahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung festgelegt. Ziel sei es, die Öffentlichkeit für diese Themen zu sensibilisieren.










