Geminiden-Sternschnuppen in der Vorweihnachtszeit

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Von Sonntagabend bis Montag früh ist bei klarem Wetter am Firmament einer der prächtigsten Sternschnuppen-Schwärme des Jahres zu bewundern. Mit bis zu 110 Meteoren pro Stunde bringen die Geminiden in der Regel viele helle Sternschnuppen hervor, die sogar am Himmel über lichtdurchfluteten Großstädten aufleuchten können. Die Wettervorhersage für Österreich könnte die Vorfreude jedoch zunichtemachen.
Bei wolkenfreiem Himmel an einem dunklen Beobachtungsort sind die Chancen auf viele Sternschnuppen-Sichtungen diesmal besonders günstig, weil die Nacht mondlos sein wird und der Erdtrabant somit den Nachthimmel nicht aufhellt. Das Sternbild Zwilling mit seinen hellen Hauptsternen Castor und Pollux stand übrigens Pate bei der Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Sternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen.
In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, die unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, wo sie als kurzlebige Sternschnuppen verglühen. So ziehen die Meteore des Geminidenstroms ziehen vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminiden-Teilchen in die Atmosphäre eintauchen.
Klare Sicht auf das Himmelsspektakel dürfen sich österreichische Sternschnuppenjäger allerdings nicht erwarten: Wolkenverhangen zeigt sich der Sonntag an der Alpennordseite und ganz im Norden, nur gelegentlich lockert die Wolkendecke auf. Im übrigen Österreich kommt die Sonne öfter zum Vorschein. Insgesamt nimmt die Bewölkung in Österreich jedoch zu, was die Beobachtung des Geminiden-Schauers erheblich erschweren dürfte.











