Einmal Weltall und retour
Der Traum, die Erde von oben zu sehen, könnte für Niki Lauda und Franz Haider schon bald wahr werden. Gestern wurde "ihr" (T)Raumschiff "SpaceShipTwo" in Kalifornien vorgestellt.

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Der Weltraum - unendliche Weiten: Wir schreiben das Jahr 2009. "Raumschiff Enterprise" ist zwar Geschichte, doch der Traum vom Flug ins Weltall längst nicht passe.
Präsentierte doch der britische Milliardär Richard Branson in der Nacht auf gestern am Mojave Air- & Spaceport in Kalifornien sein "SpaceShipTwo", ein Raumschiff für private Kurztrips durchs Weltall. "Wir haben riesige Fenster, wie kein anderes Raumfahrzeug zuvor, durch die die Passagiere auf die Erde schauen können", ist Branson stolz.
Unter den Gästen und einer der Ersten an Board wird der Wiener Transportunternehmer Franz Haider sein. 135.000 Euro blätterte der 47-Jährige hin, um sich seinen Traum, den blauen Planeten von oben zu sehen, erfüllen zu können. "Für mich war es ein ganz besonderer Moment, das Raumschiff zu sehen, in dem ich die Schwerelosigkeit erlebe und die Erde vom All aus betrachten kann. Noch beeindruckender wird nur der Flug sein", war Haider bei der Präsentation bewegt. Und er ist dabei in guter Gesellschaft. 300 Weltenbürger haben bereits ihren Platz im "SpaceShipTwo" reserviert. Weitere Anmeldungen werden unter www.virgingalactic.com jederzeit entgegengenommen.
Einmal Weltall und retour gebucht hat auch Niki Lauda. Doch wie es sich für den Billigfluglinien-Besitzer gehört wird er nicht hinten, sondern im Cockpit Platz nehmen und das Gefährt selbst steuern: "Mein einziger Traum war es immer, Space Shuttles zu fliegen."
Bei der Präsentation Dienstagnacht ebenfalls zugegen war Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Er feierte Branson als Visionär und war stolz darauf, dass der Weltraumtourismus von Kalifornien aus die Welt erobert.
Doch das Weltraumprojekt wirkt sich nicht nur auf das Renomee der USA positiv aus. Beim Bau eines Weltraumflughafens im Bundesstaat New Mexiko sollten 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Das 18 Meter lange, weiß glänzende "SpaceShipTwo", in dem zwei Piloten und sechs Passagiere Platz finden, wird von dort aus mit dem Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo" in rund 15 Kilometer Höhe gebracht. Dann soll sich das Raumflugzeug abkoppeln und mit Raketenantrieb auf 110 Kilometer Höhe steigen. Die Passagiere sind dann einige Minuten schwerelos.
Die ersten Testflüge sollen Anfang 2010 stattfinden. Haider selbst hat noch ein Schwerelosigkeitstraining vor sich, bevor es in eineinhalb Jahren für ihn auf geht in die unendlichen Weiten.










