Meeresspiegel steigt bis 2100 um 1,4 Meter

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Das Packeis in der Antarktis schmilzt Wissenschaftern zufolge viel schneller als bisher angenommen. Dies könne dazu führen, dass der weltweite Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 1,40 Meter ansteigen werde, hieß es am Dienstag in einem Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses für Antarktis-Forschung (SCAR), an dem mehr als hundert Forscher beteiligt sind.
Die Wissenschafter stellten zudem fest, dass ausgerechnet das Ozonloch, das maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt, die Antarktis in den vergangenen Jahrzehnten vor einer Erwärmung geschützt habe. Weil sich das Ozonloch im Laufe des Jahrhunderts wieder schließen werde, sei ein Temperaturanstieg von drei Grad zu erwarten, erklärte der Forschungsausschuss in dem 550 Seiten starken Bericht.
Die Erwärmung der Meere wiederum führe dazu, dass das Packeis in der westlichen Antarktis viel schneller schmelzen werde als bisher angenommen. Der Meeresspiegel werde dadurch doppelt bis neunmal so hoch ansteigen wie der Weltklimarat (IPCC) bisher errechnet habe. Der Klimarat hatte bis zum Jahr 2100 mit einem Anstieg von bis zu 59 Zentimetern gerechnet.
Selbst bei einem mäßigen Anstieg würden etliche Inselstaaten unbewohnbar; an tiefliegenden Flussmündungen - wie etwa dem Mekong-Delta in Vietnam - würde der höhere Pegel verheerende Schäden für hunderte Millionen Menschen anrichten. Die SCAR-Forscher kamen in ihrem Bericht auch zu dem Schluss, dass der Gehalt an Treibhausgasen in der Luft höher sei als jemals in den vergangenen 800.000 Jahren. Demnach wird die Konzentration von Methan und Kohlendioxid (CO2), die hauptsächlich für die Erderwärmung verantwortlich sind, immer höher.











