Kaum neue AIDS-Infektionen in Kärnten
Am heutigen Dienstag ist Welt-Aids-Tag: Rund um den Erdball wird auf die anhaltende Gefahr durch die Pandemie durch das HI-Virus aufmerksam gemacht. Rund 300 Kärntner sind mit dem HI-Virus infiziert.

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Rund 300 Kärntner sind mit dem HI-Virus infiziert. Soweit die offizielle Schätzung der Aidshilfe Kärnten. "Die Dunkelziffer wird allerdings bei 400 liegen, nicht jeder Infizierte ist sich seiner Krankheit bewusst oder nimmt medizinische Hilfe in Anspruch", sagt Günther Nagele, der Leiter der Beratungsstelle. Er rechnet mit etwa 20 Neuinfektionen in Kärnten in diesem Jahr, ein Wert, der in der letzten Zeit konstant blieb.
Österreichweit gibt es 12.000 bis 15.000 Infizierte, wie auch in Kärnten sind darunter zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. 35 Prozent der Neuinfektionen resultieren aus heterosexuellen, 30 Prozent aus homosexuellen Kontakten.
Der leitende Arzt an der HIV-Ambulanz im LKH Klagenfurt, Manfred Kanatschnig, geht bei rechtzeitiger Diagnose von einer normalen Lebenserwartung für die Patienten aus: "Aber leider hinkt der soziale Fortschritt dem medizinischen noch immer hinterher." Es gebe kaum noch Todesfälle, die Betroffenen fänden aber nicht mehr in Beruf und Alltagsleben zurück.











