Hainburg wurde zum "Synonym für die Umweltbewegung in Österreich"
"Hainburg ist das Synonym für die Umweltbewegung in Österreich", so die die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner.

Foto © APAHundertwasser (L.) während der Aubesetzung im Dezember 1984
"Hainburg ist das Synonym für die Umweltbewegung in Österreich", stellte die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner am Dienstagnachmittag bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen einer Tagung des Umweltdachverbandes anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Besetzung der Stopfenreuther Au fest. Österreich habe sich damals zum Umweltmusterland gemausert - sich auf diesen Lorbeeren aber offensichtlich zu sehr ausgeruht, denn mittlerweile sei das Land Schlusslicht, wie etwa beim Erreichen der Klimaziele, so Brunner.
Vor neuen Gefahren in den Donauauen und der östlichen Donau warnten der Freiheitliche Umweltsprecher Norbert Hofer und Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. Beim geplanten flussbaulichen Gesamtprojekt werde die Donau an die Schiffe angepasst, statt umgekehrt, kritisierte Hofer. Ziviles Engagement in dieser Sache sei also nur eine Frage der Zeit.
Hainburg habe gezeigt, dass der Nachkriegs-Wiederaufbau-Konsens zumindest für die Energiepolitik aufgebraucht war, sagte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer. Bei der Grundfrage der Energiepolitik gehe es heute aber nicht um das Verhindern oder Durchsetzen, sondern man stehe "vor einer Situation, die wir alle nur im gemeinsamen Konsens lösen können".
"Die Lösung wird wahrscheinlich im Energie-Mix liegen", prophezeite der Geschäftsführer von Austrian Clean Technology, Gerhard Fallent. "Die heutige Zeit ist eine große Herausforderung für das Thema", meinte auch Umweltminister Niki Berlakovich (V). Der kürzlich veröffentlichte Klimabericht habe wieder einmal gezeigt, dass in Österreich zwar viele vom Klimaschutz reden, aber nur wenige etwas tun, bedauerte der Minister. Der Klimawandel sei aber keine Erfindung von Freaks.
Dass die ökologische Bewegung in den vergangenen 25 Jahren erfolgreich war, fand Bruno Wallnöfner, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag). Ziele des Umweltschutzes "sind fast ein Megatrend geworden", merkte er an. Obwohl in der Wasserkraft oft ein Feindbild gesehen werde, müsse man aber auch erkennen, dass es sich um die wichtigste erneuerbare Energiequelle handle.
"Wir sind für eine maßvolle Nutzung der Wasserkraft - und die ist längst passiert", konterte Bernd Lötsch, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums und ehemaliger Aubesetzer. Dem stimmte auch Heilingbrunner zu: Wasserkraft sei schon zu zwei Dritteln ausgebaut und "wir werden keine zweite Donau schaffen können", unterstrich er.











