Schweinegrippe weniger gefährlich als befürchtet

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Die Schweinegrippe dürfte nicht so gefährlich sein, wie zunächst angenommen. Sie könnte sogar "etwas weniger gefährlich als die saisonale Grippe" sein, sagte am Wochenende Marcus Müllner, Chef der österreichischen Arzneimittelagentur AGESPharmMed, im Gespräch mit der APA. Die Celavan-Impfung empfiehlt er dennoch. Sie sei zudem verträglich, es gebe in Österreich bisher 22 Nebenwirkungsmeldungen.
Seine Einschätzung der geringeren Gefährlichkeit der Schweinegrippe stützt der AGESPharmMed-Chef auf Zahlen aus Australien und Neuseeland. Diese würden auf Österreich umgerechnet - sofern niemand geimpft worden wäre - 1.600 Spitalsaufnahmen ergeben. "Es könnte zu rund 290 Aufnahmen in Intensivstationen kommen. 40 bis 60 Todesfälle könnten auftreten", so Müllner. Diese Werte lägen wesentlich unter dem Worst-Case-Szenario, dass vom Europäischen Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) am Beginn der Pandemie errechnet wurde. Müllner: "Da wären wir auf Österreich umgelegt auf 27.000 Krankenhausaufnahmen gekommen, auf 6.700 Intensivpatienten und auf 2.700 Todesfälle."
Dennoch sieht Müllner die Gefahr von schweren Erkrankungen und einer zeitweisen Überlastung der Intensivstationen. Die Nutz/Risiko-Abwägung spricht laut dem AGESPharmMed-Chef für die Impfung gegen die Schweinegrippe: Statistisch würden sich dann nur 100 Krankenhausaufnahmen, zehn Fälle für die Intensivstation und weniger als ein Todesopfer ergeben.
Zudem ist die Impfung offenbar gut verträglich. "Es gab in Europa bisher 44 Nebenwirkungsmeldungen für den in Österreich verwendeten Impfstoff 'Celvapan'. 22 davon kamen aus Österreich. Das ist deshalb so, weil wir diese Vakzine eben ausschließlich verwenden und schon viele Personen geimpft wurden", so Müllner. In Österreich ließen sich bis Freitag rund 100.000 Menschen immunisieren. Es trat nur eine schwere Nebenwirkung auf. Ein Patient wurde wegen Atemnot im Spital aufgenommen; die genauen Umstände sind noch unklar.










