Weihnachtsparade bringt US-Kleinstadt in juristische Not
Wegen eines Streits um religiöse Symbole hat eine Kleinstadt in den USA ihre jährliche Weihnachtsparade abgesagt.

Foto © APKeine Weihnachtsparade in Amelia
Der seit 28 Jahren etablierte Marsch durch Amelia im US-Staat Ohio berge das Risiko eines teuren Rechtsstreits, den sich die Gemeinde nicht leisten könnte, sagte Bürgermeister Leroy Ellington am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Um der in der US-Verfassung verankerten strengen Trennung von Staat und Religion Rechnung zu tragen, hatte die Gemeinde ihre "Weihnachtsparade" zunächst in "Festtagsparade" umbenennen wollen. Als dies den Protest der Kirchen provozierte, gab der Bürgermeister auf.
"Kosten zu hoch"
"Es klingt vielleicht idiotisch, aber die Kosten eines möglichen Rechtsstreits wären zu hoch", sagte der Stadtchef. Bis zum vergangenen Jahr war die Weihnachtsparade von einer privaten Organisation organisiert worden, was verfassungsrechtlich unbedenklich war. Da diese Organisation inzwischen unter Geldmangel leidet, erklärte sich die Gemeinde zur Organisation der Parade bereit - und geriet damit auf schwieriges juristisches Terrain.
"Das Risiko einer Klage wegen der Trennung von Staat und Religion wäre zu groß gewesen", sagte Ellington. "Als Bürger von Amelia hätte ich gerne eine Weihnachtsparade. Als Bürgermeister muss ich aber dafür sorgen, nicht das Geld der Steuerzahler unnötig aufs Spiel zu setzen."










