US-Gericht für Hinrichtung des "Heckenschützen"
Das Oberste Gericht der USA hat den Weg zur Hinrichtung des "Heckenschützen von Washington" freigemacht. Die Richter in Washington lehnten den Berufungsantrag des 48-jährigen John Allen Muhammad ab.

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Der Berufungsweg war für Muhammad damit ausgeschöpft. Er soll am Dienstagabend (Ortszeit) hingerichtet werden.
Muhammad bleibt nur noch ein Gnadengesuch beim Gouverneur des US-Staates Virginia, wo er er seit seiner Verurteilung 2004 in der Todeszelle sitzt. Dem Ersuchen wurden von vornherein kaum Chancen eingeräumt.
Der seinerzeit 41-jährige Muhammad und sein damals erst 16-jähriger Komplize Lee Boyd Malvo hatten im Herbst 2002 die Bevölkerung im Großraum Washington mit willkürlichen Schüssen aus dem Hinterhalt drei Wochen lang in Angst und Schrecken versetzt. Zehn Menschen wurden getötet und sechs weitere verletzt.
Schon vor den Attacken von Washington waren in Alabama und Louisiana sechs Menschen dem Heckenschützen-Duo zum Opfer gefallen. Während Malvo eine lebenslange Freiheitsstrafe erhielt, wurde Muhammad zum Tode verurteilt.
Allens Verteidiger hatten in ihrem Antrag an das Oberste Gericht argumentiert, dass ihrem Mandanten nicht genug Zeit zur restlosen Ausschöpfung aller Berufungsmittel eingeräumt worden sei. Zudem wiesen sie auf Verfahrensfehler bei seiner Verurteilung hin. Es sei etwa nicht ausreichend berücksichtigt worden, dass Muhammad unter Paranoia und anderen mentalen Störungen gelitten habe.










