Internet-Surfen kann Ihre Finanzen gefährden
Enorme Preisunterschiede bei mobilem Internet haben Experten der AK festgestellt. Drei Gigabyte können zwischen neun und 522 Euro kosten.

Foto © Andrzej Puchta - Fotolia.comMobiles Surfen kann zur Kostenfalle werden
Surfen, immer und überall; das ist eine Option, die der Mensch heutzutage ganz selbstverständlich nutzen möchte. Und die Anbieter gaukeln ihm in der Werbung vor, dass das beinahe kostenlos möglich wäre!
In Wahrheit steckt der Teufel im Detail und die Kosten können, vor allem beim Internet-Surfen im Ausland, ins Astronomische steigen. Ein Test der Arbeiterkammer bei sieben Anbietern zeigt: Bei den Vertragstarifen für mobiles Internet gibt es erhebliche Preisunterschiede.
Hohe Kosten
Im günstigsten Fall kosten drei Gigabyte neun Euro, im teuersten 522. Wer Mehrtransfers über sein monatliches Datenpauschale hat, zahlt meist drauf. Die Anbieter haben Pauschalen mit Datenvolumina von einem bis 15 Gigabyte. Im günstigsten Fall zahlt man für ein Gigabyte vier Euro, für drei Gigabyte neun und für zehn Gigabyte 15 Euro. Passt das Produkt nicht zum Verbraucherverhalten, wird es teuer. Das kann sein, wenn das hohe Datenpauschale nicht ausgeschöpft oder überbeansprucht wird. Dann kosten schlimmstenfalls ein Gigabyte 30 Euro, drei Gigabyte 522 und zehn Gigabyte 2314 Euro. Die meisten Betreiber bieten auch eine Wertkarte für den Internetzugang an. Während bei den Vertragstarifen mit 24-monatiger Bindung ein USB-Datenmodem meist nichts oder nur wenig kostet, liegt der Preis für ein Starterpaket bei den Wertkarten bei bis zu rund 60 Euro. Wertkarten-Anbieter verlangen für das Gigabyte meist 20 Euro bei einer zwölfmonatigen Gültigkeit, für drei Gigabyte 60 Euro und für zehn Gigabyte 200 Euro.
Die AK warnt vor den Kosten für den Mehrtransfer. Wer über sein monatliches Datenpauschale kommt, zahlt teils enorm drauf - zehn bis 25 Cent pro zusätzlichem Megabyte. Zum Vergleich: Das Megabyte innerhalb der Pauschale kostet umgerechnet nur 0,1 bis zwei Cent. Manche Anbieter verlangen keine Mehrkosten. Sie drosseln aber die Transfergeschwindigkeit stark, z. B. bei einem Fünf-Gigabyte-Pauschale bereits nach drei Gigabyte. Wertkarten schützen vor überraschenden Transferüberschreitungen, da ein neues Guthaben aktiv vom Konsumenten aufgebucht werden muss.
Es zeigt sich, dass Handyangebote fürs mobile Internet teilweise günstiger sind als Breitbandangebote fürs Festnetz. Ein bis drei Gigabyte im Festnetz schlagen sich im besten Fall mit zehn bis 20 Euro nieder (ohne Grundgebühr), im Mobilnetz sind es vier bis neun Euro. Auffälligster Unterschied dabei: Die Kosten für den Mehrtransfer im Mobilnetz sind empfindlich teurer. Im Festnetz liegen sie bei 1,2 bis 6,6 Cent pro Megabyte, bei mobilen Verbindungen hingegen bei zehn bis 25 Cent pro Megabyte.
Besonders gefährlich ist das Surfen im Ausland. Es drohen hohe Roamingkosten. (Ausnahme: "Drei", aber nur in bestimmten Partnerländern.)











