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Zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 um 23:11 UhrKommentare

Mindestens zwölf Tote bei Schießerei auf Armeestützpunkt

Mindestens 31 weitere Menschen sind bei der Schießerei in Texas verletzt worden. Die Schützen waren Soldaten.

In Fort Hood sind 45.000 Soldaten stationiert

Foto © ReutersIn Fort Hood sind 45.000 Soldaten stationiert

Bei einer Schießerei auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas sind am Donnerstag 12 Menschen ums Leben gekommen und 31 weitere zum Teil schwer verletzt worden. Das teilte der kommandierende General Bob Cone mit. Demnach ist unter den Toten der Schütze, laut CNN ein Soldat mit dem Dienstgrad "Major". Er handelte möglicherweise nicht allein: Zwei weitere Soldaten wurden als mögliche Komplizen festgenommen. Zu den Toten zählt nach Medienberichten auch ein ziviler Polizist. Über das Motiv der Bluttat herrschte zunächst Unklarheit.

US-Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch der Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama. "Es ist furchtbar, dass sie auf einem Armeestützpunkt auf amerikanischem Boden unter Beschuss gekommen sind."

Nach Angaben des kommandierenden Generals begann die Schießerei gegen 13.30 Uhr Ortszeit (20.30 MEZ) in einem Zentrum, in dem Soldaten vor Auslandseinsätzen noch einmal auf ihre Gesundheit hin überprüft und behandelt werden. Eine zweite Schießerei ereignete sich vor einem Theatergebäude, wo nach Angaben einer Gewährsperson gegen 14.00 Uhr eine Abschlussfeier stattfinden sollte. Christopher Hogue, Pressechef von Fort Hood, sagte vor Reportern: "Der einzige, von dem wir wissen, dass er geschossen hat, wurde getötet. Er hatte zwei Handfeuerwaffen."

Fort Hood ist mit 45.000 Soldaten einer der größten Militärstützpunkte weltweit. Dort sind das 3. Armeekorps, die 4. Infanteriedivision und die 1. Kavalleriedivision der US-Armee stationiert, die regelmäßig in den Irak entsendet werden. Viele Soldaten waren auch in Afghanistan oder werden dorthin geschickt. Für jene, die sich bei Militäreinsätzen posttraumatische Stress-Erkrankungen zugezogen haben, gibt es ein eigenes Behandlungszentrum auf der US-Basis. 17.000 Familienangehörige leben laut dem Sender CNN auf dem Stützpunkt.

Die texanische Senatorin Kay Baley Hutchison sprach gegenüber CNN von einer "willkürlichen, sinnlosen Gewalttat". Sie sei "schockiert über diesen Ausbruch von Gewalt, der sieben unserer tapferen Armeeangehörigen das Leben gekostet hat", sagte die Republikanerin.


Fort Hood

Fort Hood zählt zu den größten Militärbasen der Welt. Die US-Army hat auf dem Stützpunkt im Süden des Bundesstaates Texas rund 45.000 Soldaten stationiert. Die Basis ist Heimat mehrerer Armee-Einheiten, darunter der 1. Kavalleriedivision und der 4. Infanteriedivision.

Namensgeber für den Militärstützpunkt ist der frühere Konföderierten-General John B. Hood (1831-1879). Das Camp hatten die Amerikaner im Jahr 1941 eingerichtet und ständig erweitert. Neben Kasernenbauten und Übungsgelände umfasst das Areal unter anderem auch Wohnhäuser für Soldatenfamilien und Zivilpersonen, eine Schule, ein Postamt und Freizeiteinrichtungen.

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