EU-Mission: Zwei Tote bei Schießerei vor Somalia
Bei einer Schießerei mit einem norwegischen Kriegsschiff der EU-Mission Atalanta sind vor der somalischen Küste zwei Menschen getötet worden, ein Somalier und ein Jemenit. Wie die Atalanta-Einsatzleitung am Sonntag bestätigte, ereignete sich der Zwischenfall in der Nacht zuvor auf der Höhe der Ortschaft Alula in der Region Puntland. Zudem gab es drei Verletzte, darunter zwei Jemeniten.
Die Todesfälle wurden vom Gouverneur der somalischen Provinz Bari und von den Sicherheitskräften in Alula bestätigt. Zunächst hatte Atalanta mitgeteilt, ihre Kriegsschiffe seien in den Zwischenfall nicht verwickelt gewesen. Am Sonntagabend hieß es jedoch, die Besatzung des Kriegsschiffes "Fridjof Nansen" habe zurückgeschossen, als sie von einem traditionellen Fischerboot aus angegriffen worden sei.
Auf der Seite der Norweger habe es keine Verletzten gegeben. Sie seien zudem nicht zum Ort der Schießerei zurückgekehrt, weil ihre Aufgabe darin bestanden habe, ein Schiff mit Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms zu eskortieren. Die EU-Mission Atalanta ist damit beauftragt, den Schiffsverkehr in einem weiten Raum vor der somalischen Küste gegen die häufigen Piratenangriffe abzusichern.










