Air France mahnt Piloten zu mehr Vorsicht
Unvorsichtiges Verhalten von Piloten hat bei der Fluggesellschaft Air France wiederholt zu riskanten Situationen geführt. Das geht aus einem internen Schreiben des Unternehmens an die Flugzeugführer hervor, aus dem die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" zitierte. "Die aktuelle Situation sollte jeden zu doppelter Wachsamkeit mahnen, leider ist dies nicht der Fall", heißt es in dem Brief.
Die Verantwortlichen warnen die Piloten vor einer "Selbstüberschätzung" und fordern sie auf, die Sicherheitsvorgaben genauer einzuhalten. So sei beispielsweise ein Flugzeug gestartet, obwohl die Piloten ein Warnsignal bekamen, das den Start hätte verhindern sollen. Pilotengewerkschaften zeigten sich laut "Tribune" entrüstet über das Schreiben, weil die Fluggesellschaft ihre Sicherheitsvorschriften nicht infrage stelle.
Hintergrund ist ein Streit zwischen den Piloten und der Fluggesellschaft nach dem Absturz einer Maschine vom Typ A330 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris. Vor drei Wochen hatten zwei Piloten in einer Expertise für die Justiz auf fehlerhafte Geschwindigkeitsmessgeräte und veraltete Sicherheitsvorschriften hingewiesen. Die Ermittlungsbehörde BEA mahnt regelmäßig vor vorschnellen Erklärungen. Der Ausfall der Sonden sei keine alleinige Erklärung des Absturzes, heißt es.








