Steirer sparen für das Alter
Jeder vierte Steirer ist mit seiner monatlichen Sparsumme - der Durchschnitt liegt bei 128 Euro - zufrieden. Jeder dritte will aber künftig weniger anlegen. Das Sparbuch ist die beliebteste Form, Kapital aufzubauen.

Foto © APA/SujetDie beliebteste Sparform ist auch heute noch das traditionelle Sparbuch
Ein Trend zeichnet sich deutlich ab, wenn die Steirer für die Zukunft sparen - die finanzielle Absicherung, besonders ein angenehmer Lebensstandard in der Pension, stehen weit vor allen anderen Sparzielen wie etwa diversen Anschaffungen. Insgesamt legen die Steirer aber weniger auf die hohe Kante als bei der letzten Erhebung 2006. Genau sind es 15 Euro im Monat.
Der gängige Durchschnittswert für die monatliche Sparrate sind gegenwärtig 128 Euro, der Österreich-Schnitt liegt mit 155 Euro deutlich höher. Den Abstand erklärt Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse so: "Von West- nach Ostösterreich spürt man ein Einkommensgefälle. Die
Steiermark ist im Segment Industrie von der Krise stärker betroffen als andere Bundesländer." Wie stark die Auswirkungen sind, werden die Geldinstitute rund um den Weltspartag in der kommenden Woche erfahren. In der Steiermärkischen wurden 2008 in diesem Zeitraum 100 Millionen Euro eingelegt, Fabisch rechnet heuer mit einem ungefähr gleich hohen Betrag: "Im Verhältnis zum Einkommen sind die Steirer fleißige Sparer." Im internationalen Vergleich seien die Österreicher überhaupt Weltmeister.
Für die nächste Zeit sind die Steirer, was ihre Sparmöglichkeiten betrifft, zurückhaltender. Jeder vierte ist mit der Summe, die er monatlich ansparen kann, durchaus zufrieden. Mehr als die Hälfte legt bis zu 100 Euro aufs Sparbuch, besagt die Imas-Studie im Auftrag der Sparkassen. Aber jeder dritte meint, auch beim Sparen den Gürtel enger schnallen zu müssen.
Allgemein überwiegt in Österreich das Sicherheitsdenken bei der Geldanlage, kommt auch die GfK Austria in einer Untersuchung zum Schluss. eBay wiederum fand heraus, dass die Hälfte der Österreicher die Ausgaben kürzen und vor allem auf Spontankäufe und nicht wirklich notwendige Anschaffungen verzichten will.
Features
Preise bleiben stabil
Die Geldinstitute gehen davon aus, dass die Inflation im kommenden Jahr gegenüber heuer kaum steigen wird. Einerseits fehle dazu die Nachfrage durch den privaten Konsum, andererseits achten die Nationalbanken sehr auf die Bekämpfung der Teuerung. Die Jahresinflation machte im Vorjahr 3,1 Prozent aus, heuer liegt sie inklusive September bei 0,47 Prozent.
Nicht nur das Sparbuch bietet Sicherheit
Sparbuch. Die Zinssätze sind sehr unterschiedlich. Vergleich unter www.bankenrechner.at. Bausparen. Einstiegszinsen zwischen 2,5 und 3,5 Prozent, danach ein bis 4,5 Prozent. Staatliche Prämie vier Prozent.
Wohnbauanleihe. 3,55 bis vier Prozent derzeit. Allgemein sind vier Prozent Zinsen KESt-frei.
Bundesschatz. Je nach Laufzeit 0,9 (ein Jahr) bis 4,4 Prozent Zinsen (zehn Jahre). www.bundesschatz.at.
Geförderte Zukunftsvorsorge. Kapitalgarantie, derzeit 9,5 staatliche Prämie, keine Verzinsung, aber möglicherweise Ertrag aus Veranlagungsgewinn.
Pfand-/Kommunalbriefe. Hohe Sicherheit, derzeit 3,25 Prozent.
Lebensversicherung. Garantiezins 2,25 Prozent plus Gewinnbeteiligung. Lange Laufzeiten.










