Schon fast 300 Unwetter-Opfer auf Philippinen
Die Unwetter gingen auf Tropensturm "Parma" zurück, der tagelang mit Niederschlägen über den nördlichen Philippinen stand.

Foto © APAGanze Wohnsiedlungen im Schlamm versunken
Rettungskräfte bargen am Sonntag weitere Leichen und suchten fieberhaft nach möglichen Überlebenden. Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo rief für die gesamte Hauptinsel Luzon den Notstand aus.
Die Behörden bestätigten 276 Todesopfer infolge der Schlammlawinen. Etliche Menschen wurden noch vermisst. In der Stadt Baguio wurden am Samstag sechs Überlebende geborgen, darunter ein 17-jähriger Bursche. Die Helfer seien zuversichtlich, dass noch mehr Vermisste lebend gefunden werden könnten, sagte Olive Luces vom Zivilschutz.
Hilfslieferungen
Hubschrauber brachten Hilfsgüter in die betroffenen Regionen, weil etliche Straßen noch immer von Schlammmassen verschüttet waren. In La Trinidad in der Provinz Benguet bat der Bürgermeister um Schaufeln und Werkzeuge, damit Freiwillige die Aufräumarbeiten fortsetzen können. Auch Lampen seien nötig, sagte Atremio Galwan. Der Gouverneur von Benguet, Nestor Fongwan, sagte im Fernsehen, für die zahlreichen Todesopfer gebe es nicht genügend Särge. Der Polizeichef von Baguio, Agrifino Javier, erklärte, dort würden Lebensmittel und Treibstoff knapp.
Die Erdrutsche wurden vom Taifun "Parma" ausgelöst. Zuvor hatte der Tropensturm "Ketsana" auf den Philippinen bereits 337 Menschen in den Tod gerissen.











