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Zuletzt aktualisiert: 10.10.2009 um 16:31 UhrKommentare

Zugunglück: Technisches Gebrechen als Ursache

Jene Isolierstelle, die "Gleis frei" meldet, war falsch platziert. Der 44-jährige Lokführer sei nicht schuld. Er wurde bei der Kollision schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich Freitagmittag.

Foto © APA

Der Grund des Zusammenstoßes einer Schnellbahn mit einem Oberbauzug am Matzleinsdorfer Platz in Wien-Margareten am Freitag dürfte ein technischer Fehler gewesen sein. Eine Isolierstelle, die meldet, wenn das Gleis frei ist, dürfte an der falschen Stelle positioniert gewesen sein. Dadurch wurde die Meldung "Gleis frei" an die Weiche gegeben, obwohl dies gar nicht der Fall war. Warum diese Isolierstelle an der falschen Position war, wird vonseiten der Österreichischen Bundesbahnen noch untersucht, teilte eine Sprecherin der ÖBB am Samstagnachmittag mit.

Der Fehler dürfte bei vorherigen Bauarbeiten entstanden sein. Wenn alle Fakten geklärt sind, werden die ÖBB ein endgültiges Ursachenergebnis bekanntgeben.

Unterdessen befand sich der verletzte Lokführer am Samstag auf dem Weg der Besserung. Die ÖBB hatten bereits am Vormittag eine Schuld des 44-jährigen Triebfahrzeugführers ausgeschlossen. Laut Polizei wurden der 44-Jährige und die Passagiere im Laufe des Tages einvernommen.

In der Früh wurden bereits die beiden Zuggarnituren geborgen und es wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die zerstörten Gleise und Weichen müssen repariert werden. Durch den Austausch von Ersatzteilen werden die Reparaturarbeiten noch das ganze Wochenende dauern.

Bei dem Unfall Freitagmittag sind 14 Personen verletzt worden. Der Lokführer des Oberbauzuges erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde mit dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 9 ins Lorenz-Böhler-Krankenhaus geflogen. Feuerwehr und Rettung waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Im Bahnverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen.

Die Schnellbahn hat den Verkehr bereits am Freitag wieder aufgenommen. Lediglich die Pottendorfer Linie fährt nur bis Meidling, dort müssen die Passagiere auf die Wiener Linien umsteigen, so die ÖBB-Sprecherin. Der Fernverkehr nach und von Kärnten wird ab bzw. bis Wien Südbahnhof geführt, der Bahnhof Meidling kann aber nicht angefahren werden. Deshalb verkehrten am Samstag keine Autoreisezüge, weil es auf der Ost-Seite des Südbahnhofs keine Autoverladerampe gibt. Züge ab und bis Graz können nur zwischen dem Grazer Hauptbahnhof und Meidling fahren.


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