"Vom eigenen Vorderrad überholt"
Polizei ermittelt gegen Unbekannte, die Radmuttern am Pkw eines jungen Autolenkers lockerten. Der 19-Jährige konnte Wagen bändigen. Situation war lebensgefährlich.

Foto © APA (Symbolbild
Der junge Mann mit dem Probeführerschein muss sehr gut und diszipliniert gefahren sein, sonst wäre das nicht so gut ausgegangen", lobt Polizist Viktor Mitsche aus Patergassen.
In der Tat! Am Sonntag fährt Manuel Fercher mit einem Kollegen von Feldkirchen zurück auf die Turrach. "Um 14 Uhr hat mich mein Vorderreifen überholt", sagt der 19-Jährige. "Mein Auto sackte auf die linke Bremsscheibe und zog in Richtung Gegenfahrbahn, das Lenkrad schlug immer wilder aus. Ich konnte den Wagen gerade noch auf der Spur halten und kam mit ruckweisem Bremsen nach 150 Meter zum Stehen." Zuvor hatte Fercher noch gesehen, dass ein anderer Fahrer dem gefährlich springenden Reifen knapp ausweichen konnte und ein zweites Auto bremsen musste, um einen Unfall zu vermeiden.
"Zum Glück ist das in Gnesau passiert, wo man nur Tempo 50 fahren darf, und nicht auf freier Strecke oder gar auf der Autobahn. Sonst könnte ich wohl nicht mehr über den Zwischenfall sprechen." Sein Opel Vectra fährt 210 km/h Spitze, "so steht's jedenfalls im Typenschein".
Die Polizei ermittelt gegen unbekannt, denn jemand muss die Radmuttern an Ferchers Auto gelockert haben. Warum? Fercher: "Es gibt kein Motiv, ich kann mir jedenfalls keines vorstellen." Polizist Mitsche ist empört: "Was der Täter gemacht hat, ist absolut lebensgefährlich!" In Zukunft wird Fercher seine Reifen vor jedem Start kontrollieren. Noch eine Botschaft an den Täter? "Nein, mit solchen Leuten will man nichts zu tun haben!"










