Inzest: zwei Jahre Haft für Mutter
Eine 47-jährige Klagenfurterin wurde am Montag am Landesgericht Klagenfurt verurteilt. Die Frau hat ihren damals minderjährigen Sohn sexuell missbraucht.

Foto © KLZ/ Helmuth WeichselbraunAm Landesgericht Klagenfurt wurde die Frau verurteilt
Schuldig des sexuellen Missbrauchs ihres damals minderjährigen Sohnes und damit der Blutschande: Eine 47-jährige Klagenfurterin wurde gestern am Landesgericht Klagenfurt von einem Schöffengericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Urteil nicht rechtskräftig
Die Frau hatte zwar immer beteuert, unschuldig zu sein, das Gericht glaubte aber den zum Teil sehr detaillierten Schilderungen des heute 21-Jährigen. Ab dem Alter von zwölf Jahren - er hat von einem Heim aus die Mutter regelmäßig an den Wochenenden besucht - soll es immer wieder geschlechtliche Handlungen gegeben haben. Ab dem 14. Lebensjahr soll die Mutter ihn dann zum Teil gemeinsam mit dem Vater schwerst sexuell missbraucht haben. Letzterer wurde hierfür bereits zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.
Am Montag hat dann auch ein Psychologe ausgesagt, dem sich der junge Mann mit 17 anvertraut hatte. Er sei stark selbstmordgefährdet gewesen. Ob er in der Lage war, Widerstand zu leisten, wollte Richter Manfred Herrnhofer wissen. "Die Abhängigkeit war sehr intensiv. Dass sich ein Kind nicht wehrt, ist klar", meinte der Psychologe. "Ein Kind hat ein Leben lang mit so etwas zu kämpfen. Sie haben Ihre Vertrauensstellung ausgenützt. Sie haben keine Schuldeinsicht und während des ganzen Prozesses keinerlei Gefühle gezeigt", sagte Richter Herrnhofer. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.










