Herzinfarkt bei indischem Schubhäftling bestätigt
Auch die histologische Gewebsuntersuchung hat bestätigt, dass der 32-jährige indische Schubhäftling Gagendeep S., der am 14. September im Wiener Polizeianhaltezentrum (PAZ) Hernalser Gürtel gestorben ist, einem Herzinfarkt erlegen war. Das sagte der Sprecher der Wiener Staatsanwaltschaft, Gerhard Jarosch, am Montag. Er berief sich dabei auf eine mündliche Erstinformation durch die Gerichtsmedizin.
Offen blieb, ob der Herzinfarkt etwas mit dem Hungerstreik zu tun hatte, in den der 32-Jährige am 7. August getreten war. Nähere Aufschlüsse dazu erhofft sich Jarosch durch den schriftlichen Bericht der Gerichtsmedizin, der demnächst vorliegen soll.
Gagendeep S. war am 4. August in Schubhaft genommen worden und am 7. August in den Hungerstreik getreten. Am vergangenen Montag war er in seiner Zelle zusammengebrochen, nachdem der Amtsarzt erst am Vortag seine Haftfähigkeit festgestellt hatte. Reanimationsversuche blieben erfolglos. Laut Polizei ergab eine klinische Untersuchung des Toten zunächst keinen Zusammenhang mit dem Hungerstreik.











