Erd-Ressourcen für 2009 schon seit heute verbraucht
"Erde will ihren Kredit an die Menschheit nicht mehr verlängern", so Experten - die Menschheit verbraucht mehr Ressourcen, als unser Planet in einem Jahr reproduzieren kann.

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Die Menschheit verbraucht mehr Ressourcen, als die Erde in einem Jahr reproduzieren kann. Zusätzlich wird die Umwelt stärker belastet, als die Erde verkraften kann.
"Ökologisches Defizit"
Das Ergebnis ist ein "ökologisches Defizit" - Schulden bei der Erde. Der Welterschöpfungstag, jener Tag, an dem die jährliche Grenze überschritten wird, ist heuer der 25. September. Dies berichtete das internationale Global Footprint Network in einer aktuellen Aussendung.
Am Freitag (25. September) gingen die Ressourcen, welche die Erde der Menschheit jährlich zur Verfügung stellen kann, zur Neige. Damit hat der globale Vorrat zwei Tage länger gereicht als im Vorjahr. Der Grund für die Verzögerung ist die Wirtschaftskrise, aufgrund derer sich der globale ökologische Fußabdruck verringert hat.
Kredit verspielt?
Rezession könne allerdings nicht die Antwort auf globale Übernutzung sein, warnt der Greenpeace-Klimasprecher Niklas Schinerl. "Politik, Wirtschaft und Menschen müssen der ökologischen Überschuldung aktiv entgegensteuern." Die aktuellen Bedrohungen, allen voran den Klimawandel, sieht Mathias Wackernagel, Präsident des Global Footprint Network, als Zeichen, dass die Erde ihren Kredit an die Menschheit nicht mehr verlängern will.
Im Moment benutzt die Menschheit 40 Prozent mehr der globalen Rohstoffe, als ihr jährlich zusteht. Das bedeutet, es wären 1,4 Erden nötig, um die Bedürfnisse zu decken. Der Verbrauch an natürlichen Rohstoffen hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt.
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Erstmals 1986
Zum ersten Mal gab es ein ökologisches Defizit im Jahr 1986.











