92 Menschen in Indonesien verhungert
In Indonesien sind 92 Menschen verhungert, weil ihre Ernte ausgefallen war. Die Hungersnot wütete in der abgelegenen Provinz Papua. Zuvor hatten heftige Regenfälle fast die gesamte Ernte an Süßkartoffeln zerstört, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Antara am Montag mit Bezug auf die Regionalbehörde.
Nach ihren Angaben starben seit Januar mindestens 92 Menschen an Unterernährung. Süßkartoffeln sind das Hauptnahrungsmittel in der Region. Die Zentralregierung schickte sofort 100 Tonnen Reis und andere Lebensmittel in die Provinz. Warum die Regionalregierung nicht vorher auf die Lage aufmerksam machte, ist unklar.
Indonesien ist mit 240 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. In der Weltbank- Statistik gilt es als Land mit mittleren Einkommen. Allerdings haben nach Schätzung der Weltbank 42 Prozent der Menschen nur ein bis zwei Dollar am Tag zum Leben.










