Kinderporno-Affäre: Beamter angeklagt
Es werden Ermittlungen in einem Amt im Bezirk Feldkirchen durchgeführt. Der verdächtigte Beamte bestreitet die Vorwürfe.

Foto © APErmittlungen gegen Beamten laufen
Das wirbelte den Beamtenalltag ganz schön - oder treffender gesagt ganz scheußlich - durcheinander: In einem Amt im Bezirk Feldkirchen tauchten kürzlich Sitt-
lichkeits-Ermittler des Landeskriminalamtes auf und durchforsteten den Dienst-Computer eines angeseh-
enen Beamten. Der Betroffene steht im dringendem Verdacht, pornografische Fotos von Kindern abge-
speichert zu haben.
Anklage. Norbert Jenny, Pressesprecher des Klagen-
furter Landesgerichts, bestätigt: "Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat den Mann nun wegen pornographischer Darstellung Minderjähriger angeklagt. Der Prozess-
termin im Oktober steht bereits fest."
Es wurde nichts gefunden. Unter den Beamtenkollegen des Beschuldigten gibt es seit den Ermittlungen in der Behörde natürlich kaum ein anderes Thema. "Dabei wurde auf dem Arbeitsplatz meines Mandanten gar nichts Verdächtiges gefunden", sagt dessen Verteidiger Gert Tschernitz.
Aber dafür zuhause? Aber zumindest im Haus - bezieh-
ungsweise auf dem Privat-Computer des Betroffenen - muss etwas Verdächtiges entdeckt worden sein, sonst gäbe es keinen Strafantrag. Anwalt Tschernitz betont: "Die Beweislage ist mehr als dürftig. Mein Mandant ist unschuldig. Der Prozess wird mit einem Freispruch enden." Der "Riesen-Wirbel" der im Gemeindeamt aus-
gelöst wurde, habe seinen Mandanten sehr getroffen. "Aufgrund der unfassbaren Ereignisse ist der Beamte nun in Krankenstand", so Tschernitz. Dem Beschuldig-
ten drohen bis zu zwei Jahre Haft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.













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