Tragischer Unfall: Pannenhelfer von Lkw überfahren und getötet
Klagenfurter wollte einem Freund helfen, der eine Autopanne hatte. Er wurde von Lkw erfasst und getötet. Der Lenker war betrunken und fuhr davon.

Foto © KLZ/WeichselbraunIn der Pischldorferstraße ereignete sich Dienstagabend der Unfall
Vor den Augen seines Freundes wurde Dienstagabend ein 56 Jahre alter Klagenfurter im Bereich einer Bushaltestelle frontal von einem Lastwagen erfasst und gegen die Windschutzscheibe geschleudert. Mit schwersten Kopfverletzungen blieb er neben der Straße liegen. Er verstarb kurz nachdem er in das Landeskrankenhaus eingeliefert wurde. Wie sich später herausstellen sollte, saß der Lkw-Fahrer, ein 33-jähriger Klagenfurter, total betrunken am Steuer - der Alkotest ergab 2,26 Promille.
Passiert ist der schreckliche Unfall in der Pischeldorfer Straße. Ein Freund hatte, wie Johann Zwetti, Chef der Klagenfurter Verkehrspolizei berichtet, den 56-Jährigen angerufen und ihn gebeten ihm zu helfen, weil er eine Panne hatte. Der hilfsbereite 56-Jährige setzte sich ins Auto und fuhr zu der stadteinwärts gelegenen Bushaltestelle. Er stieg aus seinem Auto aus und ging zum Wagen des Freundes. Der hatte die Fahrertüre offen und saß noch im Auto. "Der Mann ging hin, und wechselte neben dem Fahrzeug stehend mit dem Freund ein paar Worte", schildert Zwetti. Dabei wurde er von dem Lkw erfasst. Der Lenker blieb nach dem schrecklichen Unfall aber nicht stehen, um dem Schwerverletzten zu helfen, sondern fuhr einfach davon.
Trotz des schweren Schocks reagierte der Freund des Mannes geistesgegenwärtig. Es gelang ihm, einen nachkommenden Pkw anzuhalten und den Lenker zu bitten, die Verfolgung aufzunehmen. Tatsächlich gelang es diesem, zu dem Lastwagen aufzuschließen und der Polizei den Standort durchzugeben. Die Beamten konnten den Lenker dann rasch ausfindig und einen Alkotest machen.
"Fahrlässige Tötung"
Mittwochmittag wurde der Lkw-Fahrer dann einvernommen. Woher er gekommen ist und wo er sich derartig betrunken hat, wollte er aber, so Zwetti, nicht sagen. "Das ist in diesem Fall auch nicht relevant. Relevant sind nur die Alkoholisierung und die Fahrerflucht", sagt Zwetti. Der 33-jährige Klagenfurter wird sich vor Gericht verantworten müssen. Fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Umständen steht im Raum, so Zwetti.











