Geläuterte Taschendiebe stecken Londonern Geld zu
Taschendiebe einmal anders: In Großbritannien ziehen Langfinger derzeit Passanten das Geld nicht aus der Tasche, sondern stecken es ihnen zu: Für eine neue Werbekampagne hat der Telekommunikations-Konzern TalkTalk 20 geläuterte Kriminelle angeworben, deren Job es ist, den Londonern heimlich Banknoten im Wert von fünf bis 20 Pfund in die Tasche zu stecken - zusammen mit einem Reklamezettel.
Im Einsatz sind die sogenannten "Put-Pockets" (etwa: In-die-Tasche-Stecker) in besonders belebten Gegenden der britischen Hauptstadt - in Covent Garden zum Beispiel, Westminster, Trafalgar Square oder in den U-Bahn-Stationen. Chris Fitch, einer der bekehrten Taschendiebe, zeigte sich sehr zufrieden mit seiner neuen Aufgabe. "Das tut zur Abwechslung gut - mal etwas zu geben", sagte er: "Jedes Mal, wenn ich jemanden Geld in die Tasche stecke, fühle ich mich ein bisschen weniger schlecht wegen all der Jahre, in denen ich es rausgefingert habe." Im übrigen, betonte er, bedürfe es für das Geldzustecken eines ähnlich großen Talents wie für das Stehlen.











