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    Zuletzt aktualisiert: 16.08.2009 um 19:49 UhrKommentare

    Mord: Der Feind in meinem Bett

    Drei Viertel der Opfer haben ihren Mörder gekannt, viele lebten mit ihm in einer Beziehung. Und die Zahl der Morde steigt heuer wieder an.

    Nicht selten ein Einsatz für die Cobra

    Foto © APANicht selten ein Einsatz für die Cobra

    Alleine nachts auf der Landstrasse - wer sich nicht schon mit einem Fuß im Kriminal befindet, muss dort am wenigsten um sein Leben fürchten. Für brave Bürger ist der gefährlichste Ort ihr Zuhause, ihre Partnerschaft, gefolgt vom Freundeskreis. Drei Viertel der Opfer haben ihren Mörder gekannt, die meisten waren mit ihm verwandt, verheiratet oder lebten in einer Partnerschaft. Sexualmorde an Wildfremden (2008: einer) oder Raubmorde (fünf) kommen seltener vor als Beziehungsmorde. Das geht aus Statistiken über Mord in Österreich hervor, die Innenministerin Maria Fekter zusammen stellen hat lassen.

    Beziehungsmörder haben ihre Tat meist nicht lange geplant, sondern sind nicht mehr in der Lage, einen Streit mit der Frau, dem Vater oder dem Sohn zivilisiert zu führen. Zu einem sehr hohen Prozentsatz sind sie betrunken. Sie greifen zu Messern - 2008 wurden 35 Menschen so umgebracht - oder erwürgen ihr Opfer.

    Katharina Beclin, Kriminologin an der Uni Wien, plädiert dafür, das Wegweiserecht weiter auszubauen. Die Polizei kann einen Gewalttäter, der seine Familie schlägt oder bedroht, für sechs Monate verbieten, die Wohnung, wo er mit dieser lebt, zu betreten. "Es ist wichtig, Drohungen ernst zu nehmen", sagt Beclin, denn Beziehungsmorde hätten meist ein qualvolle Vorgeschichte: "Besser ein Mal zu früh handeln, als ein Mal zu spät".

    In den Jahren 2001 bis 2005 fanden sich unter den Opfern gleich viele Männer wie Frauen. Seit 2006 ist statistisch jedoch eine deutliche Steigerung der männlichen Opfer zu verzeichnen. Die meisten Mordopfer haben in Ballungszentren gelebt. 2008 wurden in Wien 48 Menschen ermordet. In der Steiermark waren es 13. Positives Schlusslicht ist Kärnten, wo 2008 nur ein Mordopfer beklagt wurde.

    2008 war insgesamt ein - vergleichsweise - harmloses Jahr. Während die Anzahl der Morde, die verübt werden, über Jahre bei 140 bis 150 gelegen war, wurden im Vorjahr 101 Fälle angezeigt. Von den 101 Mordfällen sind 91 bereits aufgeklärt. "Diese Quote liegt in Österreich konstant über 90 Prozent", sagt Fekter. Heuer nimmt die Gewalt aber wieder zu. Die Zahl der Mordversuche und Morde ist von Jänner bis Juni 2009 im Verhältnis zum ersten Halbjahr 2008 um 62 Prozent gestiegen.

    EVA WEISSENBERGER

    Zahlen 2009

    2009 wurden bereits 65 Mordversuche (2008: 24) und 17 Morde (2008: 21) angezeigt.

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