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Zuletzt aktualisiert: 14.08.2009 um 21:03 UhrKommentare

Rekord-Jackpot lässt Österreicher nach Italien strömen

Tausende Österreicher strömen nach Italien um Lottoscheine für den bislang höchsten Jackpot in Europa zu lösen. Trafikanten opfern deshalb heute sogar ihren Feiertag.

Foto © AP

Es wird nicht nur wettermäßig ein heißes Wochenende. Auch die Lottotouristen werden schwitzen. Längst pilgern auch die Österreicher in Scharen zu den Lotto-Annahmestellen Italiens, aus Deutschland und anderen Ländern werden sogar Charterflüge organisiert. Zu erklären ist das einfach: Im italienischen Superenalotto geht es um 135,9 Millionen Euro - die höchste Summe, um die jemals in Europa gespielt wurde.

Die Besitzer der Tarviser Trafik Vaglio haben alle Hände voll zu tun: Pro Tag füllen sie 10.000 Lotto-Scheine aus. Sogar heute, am heiligen italienischen Feiertag "Ferragosto" sperren sie auf - von 8.00 Uhr in der Früh bis 19.30 am Abend. Immerhin ist der Feiertag aber so wichtig, dass die Lottogesellschaft ihren üblichen Termin für die Ziehung des Superenalottos von Samstag auf Montag verschoben hat. Dabei gibt es sonst auch an Montagen keine Ziehung, die findet immer dienstags statt. Am Montag kann dann noch bis 19.30 Uhr getippt werden. Dann ist Schluss. Dann beginnt das bange Warten.

Eine andere Möglichkeit als die Fahrt in den Süden bietet übrigens das Internet. Allerdings verlangt das Anmeldeformular auf www.superenalotto.it von der Pass- bis hin zur Steuernummer sehr persönliche Daten. Das Online-Service wird gratis, allerdings nur in italienischer Sprache angeboten. Eben das gilt auch für die seitenlangen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, denen man auf italienisch mit "Si!" zustimmen muss.

Bliebe noch die Frage, was man mit einem derart großen Gewinn macht? Zuerst müsste man ein Konto auf einer italienischen Bank anlegen, denn die Prämie wird nur auf ein italienisches Konto ausgezahlt. Man darf das Geld aber später auf ein österreichisches Konto überweisen.

Und wie viel kassiert der Staat? Da ein Lottogewinn kein Einkommen darstellt, ist laut Finanzamt auch keine Steuer dafür abzuführen.

Denkzettel, Seite 10

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