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Zuletzt aktualisiert: 14.08.2009 um 19:00 Uhr

Kärntner von Müllfahrzeug überrollt und getötet

Tragödie bei der Klagenfurter Müllabfuhr: 47-jähriger Leiharbeiter wurde Freitagvormittag von einem Müllwagen tödlich erfasst. Genauer Unfallhergang gibt Rätsel auf.

Polizei rekonstruiert den Unfallhergang

Foto © Kleine Zeitung/Werner KoscherPolizei rekonstruiert den Unfallhergang

Ein tragischer Unfall ereignete sich Freitag gegen 9 Uhr in der Landeshauptstadt. Ein Leiharbeiter der Müllentsorgung Klagenfurt geriet unter einen Müllwagen und wurde vom rechten Hinterreifen des Fahrzeuges überrollt. Der Notarzt konnte laut des Roten Kreuzes am Unfallort nur noch den Tod des 47-Jährigen feststellen. Es gibt keine Augenzeugen für den Vorfall. Denn auch ein Kollege, der mit ihm hinten mitgefahren ist, hat nicht gesehen, wie es passiert ist.

Unfallhergang unklar

"Es ist unfassbar. Der Mann ist nicht das erste Mal mitgefahren", sagt Peter Steinkellner, zuständiger Stadtrat für Kommunale Dienste. "Er war gut eingeschult." Trotzdem kam es zu dem tödlichen Unfall bei der Tennishalle in Welzenegg. Der gebürtige Gmündner, der laut Steinkellner eine kleine Wohnung in Klagenfurt hat, soll auf dem Trittbrett des 28 Tonnen schweren Müllfahrzeuges gestanden sein als dieses rückwärts fuhr. Eigentlich hätte er von dem Trittbrett runtersteigen sollen, dies tat er aber nicht. In der Folge geriet der Leiharbeiter unter die Hinterräder des Lkw. Wie, ist noch unklar. Der Fahrer (33) des Müllwagens soll von dem Sturz nichts gemerkt haben. "Er wird psychologisch versorgt", sagt Steinkellner. Der erfahrene Unfalllenker, dessen Vater auch bei der Müllabfuhr ist, steht unter Schock.

Sicherheit im Vordergrund

"Die Arbeit auf der Straße ist nicht ungefährlich", sagt Steinkellner. Die Leute sind oft bei schlechten Sichtverhältnissen unterwegs und in den frühen Morgenstunden meist im dichten Berufsverkehr. "Wir sind auch deshalb so geschockt, weil wir bemüht sind, immer die Sicherheit in der Vordergrund zu stellen." Doch der Unfall ist nicht der erste, beim dem ein Mitarbeiter des Magistrates ums Leben kam. Im Oktober des Vorjahres wurde ein 52-jähriger Magistratsbediensteter bei Arbeiten an einer Ampelanlage in Klagenfurt tödlich verletzt. Er stand in 3,8 Meter Höhe auf einer Hebebühne, die vom Aufbau eines Lkw erfasst wurde. Der Mann wurde aus dem Korb der Hebebühne auf die Fahrbahn geschleudert und erlitt schwere Kopfverletzungen. Trotz rascher Hilfe verstarb er an der Unfallstelle. "Bereits damals haben wir die Belehrungen der Mitarbeiter intensiviert", sagt Steinkellner.

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