Explosion in slowakischem Bergwerk: Kaum Chancen für 20 Kumpel
Seit Montagvormittag gibt es keinerlei Kontakt zu den vermissten Bergleuten. Ursache des Unglücks dürfte eine Gasexplosion gewesen sein.

Foto © ReutersFür die Vermissten gibt es kaum Überlebenschancen
Nach einer Explosion in einem Braunkohlebergwerk sind in der Slowakei am Montag 20 Menschen verschüttet worden. Neun weitere Bergleute konnten verletzt geborgen werden. Wie der für Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Lubomir Jahnatek sagte, sei schon am Vormittag jeglicher Kontakt zu den Vermissten in der Grube in Handlova (Nordwestslowakei) abgebrochen. Am späten Montagabend wurden sechs Kumpel tot geborgen.
Firmenvertreter erklärten dem TV-Nachrichtensender TA3, dass am Montag um sieben Uhr morgens ein Feuer in einem Schacht ausgebrochen war. Um das Feuer zu bekämpfen, seien mehrere Bergleute und Mitglieder der firmeneigenen Rettungsmannschaft in mehr als 300 Meter Tiefe abgestiegen.
Gasexplosion als mögliche Ursache
Etwa zwei Stunden später gab es in einem stillgelegten Nebenschacht eine Explosion, die möglicherweise durch Methangasreste ausgelöst wurde. Ein Firmensprecher sagte, es gebe nur geringe Überlebenschancen für die Vermissten. In dem stillgelegten Schacht gebe es keine Frischluftzufuhr mehr und die Temperaturen könnten bis zu 70 Grad Celsius betragen.
Premierminister Robert Fico und Innenminister Robert Kalinak eilten am Abend an den Unglücksort. Für zahlreiche Angehörige der Vermissten, die sich vor der Grube versammelten, wurde eine psychologische Betreuung organisiert.
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Die Betreibergesellschaft Hornonitrianske Bane Prievidza ist das größte Bergbauunternehmen in der Slowakei. Die Firma hat einen Marktanteil von 66 Prozent.
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In diesem Bergwerk passierte das UnglückFoto © Reuters











