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    Zuletzt aktualisiert: 16.08.2009 um 08:08 UhrKommentare

    Bombendrohung: Ferienort bei Barcelona evakuiert

    Nach Anschlägen der baskischen Terrororganisation ETA auf Mallorca durchsuchte die Polizei das Gebiet sofort: Drohung stellte sich als Fehlalarm heraus.

    Foto © Reuters

    Eine Woche nach der Anschlagsserie auf der Ferieninsel Mallorca hat die spanische Polizei am Samstag nach einer Bombendrohung einen Strand an der Costa Brava evakuiert. Später stellte sich die Drohung als Fehlalarm heraus. Von der Räumung des Strands und der Promenade des beliebten Urlaubsorts Calella waren nach Angaben des Fernsehsenders TVA rund 20.000 Badegäste betroffen.

    Kurz nach 14:00 Uhr war bei der Straßenwacht DYA ein Anruf mit einer aufgezeichneten Bombendrohung eingegangen. Nach Angaben eines DYA-Sprechers war dabei von mehreren in Rucksäcken versteckten Sprengsätzen die Rede. Da die baskische Untergrundbewegung ETA häufig mit Anrufen bei der DYA vor ihren Anschlägen warnt, nahmen die Behörden die Drohung sehr ernst.

    Auf einer Länge von 3,5 Kilometern wurden der Strand und die angrenzende Promenade von Calella evakuiert. Nach einer Stunde stellten die Beamten die Suche jedoch wieder ein, gegen 17.00 Uhr wurde der Strand wieder freigegeben. Der rund 50 Kilometer nördlich von Barcelona gelegene Badeort ist bei Spaniern und ausländischen Urlaubern gleichermaßen beliebt. Neben Deutschen kommen vor allem auch Briten und Skandinavier gerne dorthin.

    Ende Juli hatte ein Anschlag vor einer Kaserne der Guardia Civil auf Mallorca zwei Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet. Ein Attentat im nordspanischen Burgos kurz zuvor hatte Dutzende Verletzte gefordert. Zuletzt waren am 9. August ebenfalls auf Mallorca vier kleinere Sprengsätze explodiert; dabei wurde niemand verletzt.

    Nach den Anschlägen wurde befürchtet, die baskische Organisation könne sich weitere Touristenzentren zum Ziel nehmen. Die vor 50 Jahren gegründete Untergrundorganisation kämpft gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden von Spanien und im Süden Frankreichs. Dabei wurden bisher fast 830 Menschen getötet.


    Keine Reisewarnung

    Vom österreichischen Außenministerium gibt es derzeit keine Reisewarnung für Spanien. Man legt Reisenden allerdings nahe "entsprechende Vorsicht und Wachsamkeit für verdächtige Umstände an den Tag zu legen".

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