Posträuber Biggs verbrachte Geburtstag in Klinik
Der britische Postzugräuber Ronnie Biggs hat seinen 80. Geburtstag im Krankenhaus verbracht. Zwar konnte er den Tag nach seiner Begnadigung als freier Mann begehen, aber eine Feier war nicht geplant. Er sei "extrem schwach" und könne nicht mehr schlucken und sprechen, hatte sein Sohn erklärt. In den kommenden Tagen wollen die Ärzte entscheiden, ob Biggs in ein Pflegeheim verlegt werden kann.
Die britische Regierung hatte Biggs am Donnerstag doch noch begnadigt, weil er vermutlich nicht mehr lange zu leben habe. Noch vor einem Monat hatte der Justizminister ein entsprechendes Gesuch abgelehnt. "Ronnie Biggs wird jetzt sein letztes Kapitel schließen", hatte sein Sohn Michael gesagt. "Er wird sich jetzt vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückziehen - das wird kein Medienzirkus."
Am Samstag jährte sich auch der große Postzugraub zum 46. Mal. Am 8. August 1963 hatte Biggs zusammen mit einer Räuberbande den königlichen Postzug von Glasgow nach London überfallen. Dabei entkamen sie mit einer Beute von 2,6 Millionen Pfund. Biggs wurde zu 30 Jahren Haft verurteilte, entwischte aber aus dem Gefängnis und war rund 35 Jahre auf der Flucht. Nachdem er der Justiz immer wieder um Haaresbreite entkam, kehrte er 2001 nach einem Schlaganfall als kranker Mann freiwillig nach England zurück und wanderte sofort ins Gefängnis. Er saß nur ein Drittel seiner Haftstrafe ab.











