Mutmaßlicher Kinderschänder leitete Kindergruppen
Der in Deutschland nach öffentlicher Fahndung inhaftierte mutmaßliche Kinderschänder stammt aus der Eifel und betreute als Übungsleiter eines Sportvereins Kindergruppen. Gegen den 37-Jährigen erging am Freitag in Bayern Haftbefehl wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs und Verbreitung kinderpornografischer Filme im Internet, wie die Staatsanwaltschaft Gießen mitteilte.
Der Verdächtige aus der Kleinstadt Mayen habe sich am Donnerstagmittag der Polizei in Sonthofen in Bayern gestellt, wo er gerade als Saisonkellner gearbeitet habe, sagte der Sprecher der Gießener Behörde, Oberstaatsanwalt Hübner. Seinen Angaben zufolge hatte der geschiedene und kinderlose Mann als Übungsleiter eines Sportvereins Buben im Alter von vier bis zwölf Jahren im Geräteturnen unterrichtet. Die Ermittler gingen nun dem Verdacht nach, dass der mutmaßliche Kinderschänder seine Opfer in diesen Gruppen gefunden habe.
Hübner bestätigte auch Meldungen, wonach es in Trier ein Verfahren gegen den Rheinland-Pfälzer wegen sexuellen Missbrauchs gegeben hatte. Das Verfahren sei aber eingestellt worden, sagte der Sprecher, ohne Details zu nennen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige auf 42 Videos bei "schwersten" sexuellen Missbrauchshandlungen an neun Buben im Alter von fünf bis sieben Jahren zu sehen ist. Die Aufnahmen soll er 2006 gemacht und dann ins Internet gestellt haben. Nun werde versucht, die Identität der Buben zu klären, sagte Hübner. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Opfer gebe.











