Über 500 Waldbrände wüten in kanadischer Provinz
Begünstigt durch außergewöhnlich hohe Temperaturen haben am Samstag mehr als 500 Waldbrände in der westkanadischen Provinz British Columbia (Fläche ca. Frankreich+Deutschland) gewütet. Tausende Menschen mussten auf Anordnung der Behörden ihre Häuser verlassen. Die Wälder seien trocken wie Zunder, sagte Gordon Campbell, Premierminister von British Columbia, am Freitag im kanadischen Rundfunk CBC.
Niemand könne sich an derart trockene Wälder erinnern. An einigen Orten stieg das Thermometer an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen auf bis zu 36 Grad Celsius. In der Ortschaft Fintry mussten am Samstag 1.500 Menschen ihre Häuser verlassen - nachdem sie zwei Tage zuvor erst zurückgekehrt waren. Auch andere Dörfer wurden geräumt oder bereiteten sich auf die Evakuierung vor. Seit Anfang April zählte die Feuerwehr in British Columbia 1.817 Brände, denen mehr als 51.000 Hektar Wald und Wiesen zum Opfer fielen, wie Campbells Büro mitteilte. Im Jahr 2003 wurden im gleichen Zeitraum 959 Brände gezählt, in denen 31.000 Hektar brannten.










