Stadt in Texas wegen Brand in Chemiewerk evakuiert
Wegen eines Feuers in einer Chemiefabrik ist im US-Bundesstaat Texas die Evakuierung einer Stadt mit 72.000 Einwohnern angeordnet worden. Ganz Bryan liege unter einer orangefarbenen Rauchwolke, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Durch den Brand wurde Ammoniumnitrat freigesetzt, zehn Menschen wurden laut örtlichen Medien mit Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.
Der Aufruf, die rund 160 Kilometer von Houston entfernte Stadt Bryan zu verlassen, sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Feuerchef Mike Donoho einer Lokalzeitung. Ammoniumnitrat sei eine "gefährliche Chemikalie, und wir wollen nicht abwarten und sehen, ob es schlimmer wird". Der Aufruf zum Verlassen der Häuser war allerdings nicht verpflichtend, viele Einwohner blieben einfach. Sie wurden von den Behörden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Evakuierung verlief schrittweise. Im Sportstadion einer nahe gelegenen Universität wurde eine Notunterkunft für die Bewohner von Bryan eingerichtet. Auf Bildern des örtlichen Fernsehsenders KBTX war zu sehen, dass sich dort etwa 250 Menschen versammeln hatten.
Laut KBTX war der Brand in der Chemiefabrik nach Schweißarbeiten ausgebrochen. Eine Lagerhalle mit großen Ammoniumnitrat-Vorräten geriet in Brand. Ammoniumnitrat entsteht durch die Mischung der beiden giftigen Stoffe Ammoniak und Salpetersäure. Bei zehn Menschen löste das freigesetzte Ammoniumnitrat Atembeschwerden aus, wie örtliche Medien berichteten. Sie wurden im Krankenhaus behandelt. Ernsthafte Gesundheitsbeschwerden wurden nicht gemeldet.
Die Feuerwehr habe den Fabrikbrand nicht löschen können, da dies zu gefährlich für die Einsatzkräfte gewesen wäre, sagte Kendall Kessel von der Stadtverwaltung. Das Feuer sollte daher einfach langsam herunterbrennen.










