Elf Tote bei Waldbränden in Spanien
Waldbrände haben in Teilen Europas zahlreichen Menschen das Leben gekostet und riesige Flächen verwüstet. In Spanien kamen bisher mindestens elf Personen ums Leben. Starke Winde fachten in Griechenland mehrere Brände an. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika sind die Brände inzwischen unter Kontrolle; auch am Mittwoch waren aber noch mehrere hundert Feuerwehrmänner im Einsatz.
Nahe Avila im Zentrum Spaniens starb am Mittwoch ein Forstarbeiter beim Kampf gegen die Flammen. Bei dem Versuch, eine Brandschneise auszuheben, sei der 30-Jährige von einem Bagger überrollt und tödlich verletzt worden, teilten die Behörden mit. In dem selben Feuer war am Vorabend bereits ein 63-Jähriger ums Leben gekommen: Der pensionierte Lehrer war in der Ortschaft Arenas de San Pedro von den Flammen in seinem Haus eingeschlossen worden. Da das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrach, gehen die Behörden von Brandstiftung als Ursache aus.
In Griechenland waren die Inseln Skopelos und Euböa in der mittleren Ägäis am schwersten betroffen. Dort brachen in der Nacht auf Mittwoch zwei Brände aus, die sich schnell ausbreiteten. Der Bürgermeister der Insel Skopelos, Christos Vasiloudis, geht davon aus, dass Bodenspekulanten für den Ausbruch der Feuer verantwortlich sind. Nach Angaben der Feuerwehr waren innerhalb von 24 Stunden 58 Brände in Griechenland ausgebrochen.
Auf Korsika entspannte sich die Lage. "Das Feuer breitet sich nicht weiter aus", sagte Feuerwehrkommandant Bruno Maestracci dem französischen Radiosender Europe 1. An einigen Stellen loderten allerdings weiter Flammen, die noch nicht gelöscht seien. Als Ursache der Brände gilt unter anderem Brandstiftung.
Mehr als 95 Prozent der Waldbrände weltweit seien von Menschen verursacht, teilte indessen die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) mit. Zudem habe sich laut einer Studie die Waldbrandfläche etwa im Mittelmeerraum seit den 1960er Jahren vervierfacht.











