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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2009 um 05:00 UhrKommentare

Rekord bei Kärntner Honig-Ernte

Viele Kärntner Imker freuen sich heuer über Riesenerträge bei Blüten- und Waldhonig. Lediglich in Unterkärnten haben die Bienen "ausgelassen".

Süßes Geschenk aus der Natur: Im Gailtal und Gitschtal können Imker bis zu 30 Kilo Honig pro Volk ernten

Foto © APASüßes Geschenk aus der Natur: Im Gailtal und Gitschtal können Imker bis zu 30 Kilo Honig pro Volk ernten

Die Prognosen waren schlecht. Nachdem 2008 ein desaströses Honigjahr war, glaubte man, dass die Ernte auch heuer mieserabel ausfallen wird. Aber das war zum Glück ein Irrtum", freut sich Arno Kronhofer, Bezirksobmann der Imker in Hermagor und Honigreferent des Landesverbandes der Kärntner Imker.

Der schneereiche Winter und das feucht-warme Frühjahr dürften mit eine Rolle spielen, dass sich die Imker heuer in einigen Teilen Kärntens über Rekorde beim Honig freuen dürfen. "20, 30 Kilo und mehr pro Volk können einige Imker ernten, der Durchschnitt liegt bei 10 bis 12 Kilo pro Bienenvolk und Jahr", erläutert Kronhofer. Zudem ist die Qualität rekordverdächtig - zumindest was das Gail- und Gitschtal und den Bereich um den Weißensee angeht.

"Zur Löwenzahnblüte im April herrschte schönes Wetter, sodass die Bienen viel Nektar sammeln konnten", so Kronhofer. Aber auch der Honigtau, aus dem der Waldhonig hergestellt wird, war nach der Löwenzahnblüte genau zum richtigen Zeitpunkt in großen Mengen vorhanden. Das Ergebnis: sortenreiner Blüten- und sortenreiner Waldhonig. "Ich bin seit 20 Jahren Imker, aber eine solche Qualität und eine solche Menge beim Honig konnte ich bisher vielleicht dreimal einfahren", sagt Kronhofer, der die Kärntner übrigens schon jetzt zum Honigfest am 15. und 16. August nach Hermagor einlädt. Dabei dreht sich heuer bereits zum sechsten Mal alles um den Honig und die Bienenzucht.

Harter Honig

Karl Sakl, Obmann des Landesverbandes für Bienenzucht in Kärnten, relativiert die Euphorie Kronhofers. "Die Ernte ist in Kärnten unterschiedlich ausgefallen. In Unterkärnten beispielsweise hat der Löwenzahn völlig ausgelassen und auch der Ertrag beim Waldhonig ist eher mäßig", sagt er. Darüber hinaus ist laut Sakl der Anteil an Melezitose in den Honigwaben recht groß. Dabei handelt es sich um so genannten harten Honig, der nicht mehr geschleudert werden kann. "Diese Waben kann der Imker nur aus dem Bienenstock nehmen, kühl lagern und sie im Frühjahr wieder zum Füttern der Völker verwenden." Für alle Imker ist das Honigjahr aber praktisch abgeschlossen. "Jetzt muss man mit der Bekämpfung der Varroamilbe beginnen und die Bienen langsam auf den Winter vorbereiten", sagt Kronhofer.

ULRIKE GREINER

Landesverband

Im Landesverband für Bienenzucht in Kärnten sind neun Bezirksverbände, hundert Ortsvereine und insgesamt 2526 Imker mit 35.554 Bienenvölkern vertreten. Bienen garantieren auch flächendeckende Bestäubung der Obstbäume.

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