Bis zu 17 Tote bei Flugzeugunglück im Iran
Nach einer missglückten Flugzeug-Notlandung auf dem Flughafen von Maschad im Nordosten Irans hat es am Freitag Tote und Verletzte gegeben.

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6 oder 17 Menschen sind unterschiedlichen Angaben zufolge am Freitag bei einem Flugzeugunglück im Iran ums Leben gekommen. Rund 20 weitere Passagiere wurden verletzt. Eine private Linienmaschine geriet bei der Landung in Maschad im Nordosten des Landes in Brand und kam von der Landebahn ab. Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge fingen die Räder der Iljuschin 62M Feuer, die Maschine schlitterte gegen eine Mauer.
153 Passagiere an Bord
Die Maschine kam aus der 1.000 Kilometer entfernten Hauptstadt Teheran. An Bord des Flugzeugs der privaten Fluggesellschaft Aria befanden sich 153 Passagiere. Unter den Toten soll sich auch ein Manager der Airline befinden. Die Überlebenden seien in Sicherheit gebracht worden, so ein Mitglied der Provinzregierung gegenüber Irna. Bilder des Fernsehsenders "PressTV" zeigten, dass der Bug vom Rest der Maschine abgetrennt wurde, anstelle des Cockpits war verbogenes Blech zu sehen. Der Rest des Flugzeugs wirkte weitgehend intakt, von einer Mauer war nichts zu sehen. Das staatliche Fernsehen berichtete auf seiner Internetseite von einem "technischen Zwischenfall".
Zweiter Absturz seit dem 15. Juli
Erst am 15. Juli kamen beim Absturz eines iranischen Flugzeugs wenige Minuten nach dem Start 168 Menschen ums Leben. Die Maschine vom Typ Tupolew der Caspian Airlines war 16 Minuten nach dem Start in Teheran im Nordwesten des Landes abgestürzt. Das Flugzeug war auf dem Weg in die armenische Hauptstadt Jerewan. Der Krisenstab im iranischen Verkehrsministerium hatte seine Untersuchungen zuletzt auf einen technischen Defekt konzentriert.
Keine Flugzeug-Ersatzteile wegen Sanktionen
Beim bisher schwersten Flugzeugunglück im Iran wurden im Februar 2003 alle 302 Insassen getötet, überwiegend Mitglieder der Revolutionsgarden. Damals stürzte eine Iljuschin 76 im Südosten des Landes ab. Der Iran hat die relativ häufigen Flugzeugabstürze im Land wiederholt auf die Wirtschaftssanktionen seitens der USA zurückgeführt, weil dadurch keine Ersatzteile für Flugzeuge beschafft werden könnten. Beobachtern zufolge trifft dies allerdings kaum auf Maschinen russischer Bauart zu. Sie verweisen auf eine unzureichende Wartung der Flugzeuge.











