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Zuletzt aktualisiert: 22.07.2009 um 17:25 UhrKommentare

Drei Jahre Haft für messerstechenden Wiener

Ein 21-jähriger Wiener, der am 7. März 2009 einem Freund einen zehn Zentimeter tiefen und 15 Zentimeter langen Schnitt am Hals zugefügt hatte, ist am Mittwochnachmittag im Straflandesgericht wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Die ursprüngliche Anklage wegen versuchten Mordes wurde von den Geschworenen einstimmig verworfen.

Die Laienrichter billigten dem Angeklagten allerdings nicht zu, in Notwehr gehandelt zu haben. Der 21-Jährige hatte sich in diese Richtung verantwortet. Dem 23 Jahre alten Opfer wurde ein Schmerzensgeld in Höhe von 2.500 Euro zugesprochen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Verteidiger Christian Werner verzichtete auf Rechtsmittel.

Der inkriminierte Zwischenfall spielte sich in der Wohnung des Opfers in Wien-Favoriten ab, wo der Angeklagte mit Freunden seinen 21. Geburtstag gefeiert hatte. Nach einer durchzechten Nacht erklärte der Wohnungsbesitzer um 8.00 Uhr in der Früh die Party für beendet. Der 21-Jährige wollte noch nicht aufbrechen, es kam zu einer Diskussion, die den Älteren handgreiflich werden ließ.

In einer "Panikreaktion" habe der Angeklagte Minuten später, als der Wohnungsbesitzer wieder vom WC zurückkam, das herumliegende Messer ergriffen, argumentierte der Verteidiger: "Er hat Angst gehabt, dass er die Zähne verliert." Schließlich habe sein Mandant bereits ein blaues Auge und einen Nasenbeinbruch gehabt. Der Angeklagte selbst erklärte, er habe mit der Waffe "herumgefuchtelt" und "schwingende Bewegungen" gemacht: "Ich hab' Angst gehabt, dass er mir wieder auf die Nase haut."

Der Messerschnitt hätte den 23-Jährigen um ein Haar das Leben gekostet. Er musste mit einem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen werden, wo umgehend eine Notoperation durchgeführt wurde.

Quelle: APA

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