Mordauftrag in Kärnten? Tirols BZÖ-Chef wehrt sich
Mitarbeiter erhärtet Vorwürfe gegen Nationalratsmandatar Gerhard Huber (BZÖ). Amouröse Affäre sei Auslöser für kriminellen Auftrag.

Foto © APA/Symbolfoto Inzwischen beschäftigen sich schon die Gerichte mit der BZÖ-Causa
"Ich bin unschuldig." Mit diesem kurzen Satz verwies Nationalratsabgeordneter und Landesparteiobmann Gerhard Huber (BZÖ) für weitere Auskünfte an seinen Anwalt Gregor Rathkolb.
Keiner der Vorwürfe, die sein ehemaliger parlamentarischer Mitarbeiter Jochen L. in Wien erhoben hätte, entspreche den Tatsachen. L.s Anschuldigungen, die, wie berichtet, im Zuge einer Vorstandssitzung des Tiroler BZÖ zur Beratung standen, durften nicht vorgetragen werden. "Ich wusste bis vergangenen Montag nichts davon, daher wollten wir dies im Beisein von Martin Strutz klären", sagt Hubers Stellvertreter, Hannes Hörtnagl. Da dies nicht der Fall war und keine Abstimmung darüber zugelassen wurde, hätten sich acht Vorstandsmitglieder aus dem BZÖ verabschiedet.
Post aus Klagenfurt
Inzwischen beschäftigen sich schon die Gerichte mit der BZÖ-Causa. Huber hat beim Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Anzeige gegen L. wegen Nötigung eingebracht. Hubers Kontrahent wiederum erstattete Strafanzeige wegen "Anstiftung zur schweren Körperverletzung und Mord".
Jochen L. legte gestern im Gespräch mit der Kleinen Zei tung mächtig nach: "Wir sollten einen Erpresser in Kärnten verprügeln oder einfach ganz verschwinden lassen." Der Grund: Eine "hübsche 31-jährige Asylwerberin" aus Georgien, in Klagenfurt einquartiert, hätte das Herz des Osttiroler Politikers erobert. Davon gäbe es Fotos mit Hubers Auto in der Wohnstraße der Georgierin. L.: "Ich habe ein gelbes Paket mit Hubers persönlichen Sachen, darunter Bademantel, Badeschlapfen, Hemd und Fotos von ihm von der georgischen Frau mit der Post aus Klagenfurt bekommen."
Gerhard Huber habe ihn, Jochen L., darum gebeten, diese an seine private Adresse in Wien schicken zu lassen, damit es "zu hause keine Probleme gibt". Dieses Paket habe er, L., führenden BZÖ-Funktionären vor zwei Monaten in Wien ausgehändigt. L.: ?Da seither nichts mehr passierte, habe ich mich an die Öffentlichkeit gewandt.“











